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Märkte | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 2

Von Christoph Korff

In diesem Artikel:

An Coworking vermieten? Natürlich!

Christoph Korff, Geschäftsführer der Creo Group, hält die grassierende Skepsis gegenüber Coworkingbetreibern als Mieter für übertrieben. Der Vermieter müsse nur Synergien und Lageanforderungen im Blick behalten.

Quelle: Creo Group GmbH
Christoph Korff.

Quelle: Creo Group GmbH

Der Fall WeWork hat die Skepsis vieler Eigentümer und Asset-Manager vergrößert: Betreiber von Coworkingflächen und anderen flexiblen Mietmodellen werden als Mieter kritischer beäugt. Denn nicht selten handelt es sich bei ihnen um eigenkapitalschwache Start-ups, und im Gegensatz zu anderen Betreibersegmenten wie beispielsweise Hotels fehlen aus der Sicht eines Eigentümers in diesen Fällen zusätzliche Absicherungen der Mietverträge. Zugleich ist der Aufwand im Innenausbau groß, ohne dass dabei drittverwendungsfähige Grundrisse entstehen. Das alles sind schwerwiegende strukturelle Probleme. Und doch sollten wir weiterhin an entsprechende Betreiber vermieten.

Mehrere Gründe sprechen dafür. Der erste: Die Arbeitswelt hat sich verändert und Coworking ist ein etabliertes Segment. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zu den vorherrschenden starren Vermietungsmodellen. Zweitens: Die Nutzungsarten können sich gegenseitig befruchten. Wenn Eigentümer in ihren Gebäuden über ein konventionelles Mietverhältnis hinaus auch flexiblen Raum für kurzfristiges Wachstum bieten, dann wertet dies die konventionell vermieteten Flächen auf. Selbst wenn das Vermieten an den Betreiber ein zusätzliches Risiko darstellt, umfangreiche Ausbauarbeiten anfallen oder die eigene Mietpreisvorstellung nach unten korrigiert wird, um dem Mieter den wirtschaftlichen Betrieb seiner Flächen überhaupt erst zu ermöglichen.

Wir können bei den Risiken von anderen Segmenten lernen. Beispiel Parkhäuser: Im Idealfall kann der Eigentümer vorübergehend das Management einer solchen Fläche selbst übernehmen, wenn der Betreiber ausscheiden sollte. Manch Eigentümer hat sich über Beteiligungen oder Zukäufe an Coworkingbetreibern eine solche Kompetenz aber womöglich schon ins Haus geholt.

Ansonsten geht es bei dem Thema nicht um die prestigeträchtigen Namen der bekannten Betreiber und je nach Fall nicht um prestigeträchtige Standorte. In Frankfurt am Main zeigt sich im Umkreis der Europäischen Zentralbank eine erhöhte Nachfrage nach flexiblen Büroflächen, und diese Nachfrage dehnt sich bis an die Grenzen des Stadtgebiets aus. Bezogen auf diese Nachfrage schlägt die Flexibilität in den Mietzeiten die sonst üblichen Aspekte wie ein hippes Design und eine Zentrumslage. Denn wie in der Finanzbranche gibt es deutschlandweit Branchen und Wirtschaftszweige, bei denen insbesondere Dienstleister, Berater und Kooperationspartner auf schnelllebige Veränderungen reagieren müssen.

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