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Unternehmen | 16.01.2020

Aus IZ03/2020, S. 8

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

BayernLB bleibt auf dem Gaspedal

Das Immobilienkreditgeschäft der BayernLB ist weiterhin auf Wachstum gestellt. Bis 2023 soll der Kreditbestand um mindestens 5 Mrd. Euro wachsen.

Wir sind im Plan", sagt Edgar Zoller, Immobilienvorstand der BayernLB. Das ist nicht allzu selbstverständlich. Denn die Pläne der Landesbank sind äußerst ambitioniert. In den kommenden Jahren soll der gewerbliche Immobilienkreditbestand in der Bank, also ohne Hinzurechnung der Konzerntochter DKB um mehrere Milliarden Euro wachsen. "Wir haben eine kontinuierliche plangemäße Geschäftsentwicklung, die uns im Jahr 2023 ein Kreditvolumen von deutlich über 28 Mrd. Euro erwarten lässt", erklärt Zoller. Ende 2018 summierten sich die Kredite auf 21 Mrd. Euro, zum Jahresschluss 2019 auf über 23 Mrd. Euro.

Ende 2019 hat die BayernLB einen Umbau beschlossen. Die gewerbliche Immobilienfinanzierung und die DKB wurden als Wachstumsmotoren bestätigt, das Kapitalmarktgeschäft hingegen wird größtenteils aufgegeben. Ketzer behaupten, dass es sich dabei um eine Verzweiflungstat handele, sozusagen der letzte Rettungsanker, um die Bank zu stabilisieren. "Wir haben unsere Strategie den herausfordernden Marktumständen für Banken angepasst und agieren als BayernLB aus einer guten Position. Wir haben in der Bank ein gesundes Portfolio und sind profitabel. Das Immobiliengeschäft ist für uns ein starkes Geschäftsfeld, in dem wir weitere Ertragspotenziale sehen und diese heben wollen", erwidert Zoller.

Um das Wachstum zu erreichen, muss die BayernLB das Neugeschäft hoch halten. Und das haben die Landesbanker wie in den Vorjahren auch 2019 getan. Die Zusagen summierten sich im vergangenen Jahr auf 5,8 Mrd. Euro und übertrafen damit die Vorjahresmarke von 5,5 Mrd. Euro. On top kommen Prolongationen in Höhe von 1,7 Mrd. Euro. In den kommenden Jahren soll das Niveau weiter ausgebaut werden. "Unsere Expansionsstrategie werden wir im identischen Risiko-Rendite-Profil wie bisher umsetzen", betont Zoller. Und mit der gleichen Vertriebsstruktur. Diese besteht aus fünf inländischen Büros in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und der Münchner Zentrale sowie vier ausländischen Standorten in London, Mailand, New York und Paris. Im Ausland ist die BayernLB erst seit etwa zwei Jahren wieder aktiv, zumindest mit ausländischen Kunden vor Ort. Das Geschäft war ihr zuvor im Zuge des EU-Beihilfeverfahrens untersagt worden.

Wachstumspotenziale schlummern also vor allem in den ausländischen Märkten. "Das Neugeschäft, das wir dort machen, führt zu einem direkten Bestandswachstum, weil wir noch nicht gegen Abschmelzungen zu kämpfen haben", erklärt der Immobilienvorstand die Attraktivität des internationalen Kreditgeschäfts.

Anders verhält es sich im Heimatmarkt Deutschland, wo zudem der Wettbewerb traditionell enger ist als im Ausland. Mit Immobilienkrediten verdienen Banken hierzulande deswegen deutlich geringere Margen. Durch die Bankenregulierung unter Basel III wächst zusätzlich der Ertragsdruck, mit der Folge, dass manche Banken bereits angekündigt haben, ihr Neugeschäft zu reduzieren und sich aus bestimmten Marktsegmenten zurückzuziehen, zum Beispiel aus der Finanzierung von Projektentwicklungen. Für die BayernLB kommt das nicht infrage: "Das wird kein leichter Ritt für die Banken mit den Rahmenbedingungen, die wir haben. Wir werden uns dennoch nicht zurückziehen, weiterhin alle Produkte anbieten und an unserer Wachstumsstrategie festhalten", unterstreicht Zoller.

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