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Transaktionen | 09.01.2020

Aus IZ01-02/2020, S. 21

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Swiss Life und Beos kaufen Industriepark

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Noch offen ist, welche der Gebäude des Industrieparks erhalten bleiben.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Frankfurt. Swiss Life Asset Managers und Beos haben einen Großteil des Industrieparks im Stadtteil Griesheim übernommen. Die Transaktion umfasst 54,5 ha des insgesamt 72 ha großen, bislang auf die Chemieindustrie konzentrierten Industriegebiets.

Swiss Life und Beos schließen dazu einen Erbpachtvertrag über 99 Jahre, also bis zum Jahr 2118, mit Clariant Produkte Deutschland. Für die übrigen Flächen des Industrieparks bestehen Erbbaurechte anderer Nutzer, die die beiden Unternehmen nicht übernommen haben. Beos wird die Liegenschaft operativ managen und plant den Umbau zu einem gemischt genutzten Gewerbequartier. Die aktuelle Mietfläche beträgt rund 223.000 m².

Große Flächennachfrage in Rhein-Main

"Der Industriepark Griesheim bietet angesichts der großen Nachfrage nach Gewerbeflächen in der gesamten Rhein-Main-Region großes Potenzial", sagt Holger Matheis, im Beos-Vorstand für die Region Rhein-Main zuständig. Das Unternehmen nennt Büro, Produktion, Citylogistik sowie Forschung und Entwicklung als zukünftige Ansiedlungsoptionen. Zunächst müsse aber in enger Abstimmung mit der Stadt und den zuständigen Behörden weiter an einer Vision für den Standort gearbeitet werden. Das beinhalte beispielsweise eine Sondierung der erhaltenswerten Bestandsgebäude. In jedem Fall werde die Entwicklung abschnittsweise erfolgen.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich der seit 1856 bestehende Industriestandort von seinem einstigen Chemieschwerpunkt wegentwickelt und mittelständische sowie kleinere Unternehmen verschiedener Branchen aufgenommen. Aktuell sind dort 30 Firmen mit rund 450 Mitarbeitern angesiedelt. In Zusammenarbeit mit Beos wird Infrasite Griesheim, Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst, weiter die Infrastruktur rund um Versorgung, Entsorgung und weitere Dienstleistungen des Geländes sicherstellen.

Wandel zum Gewerbegebiet

Dass es beim Industriepark zu einem Umbruch kommen wird, hatte sich bereits vor einiger Zeit angekündigt. Im Februar des vergangenen Jahres gab Jürgen Vormann, Vorstandsvorsitzender von Infraserv Höchst, seine Erwartungen preis, dass das Gelände zu einem Gewerbegebiet umgenutzt wird. Vormann begründete dies mit dem anhaltenden Wegzug der dort aktiven Chemieunternehmen. Dafür seien unter anderem falsche Investitionsentscheidungen des Ende der 1990er Jahre aufgespaltenen Chemieunternehmens Hoechst verantwortlich (siehe "Frankfurts Aussichten auf 74 ha Konversion", IZ 07/19). Vormann ging im Frühjahr 2019 allerdings davon aus, dass der Umwandlungsprozess zum Gewerbegebiet zehn bis 15 Jahre in Anspruch nehmen wird.

Transaktion: Frankfurt am Main, Stroofstraße

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