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Unternehmen | 09.01.2020

Aus IZ01-02/2020, S. 7

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Union Investment will Garbe-Tochter Logistrial kaufen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Steckt in einem Fonds von Union Investment: das Logistikzentrum FRA3 von Amazon in Bad Hersfeld.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Union Investment möchte offenbar die Garbe-Tochter Logistrial Real Estate erwerben. Das Bundeskartellamt hat die geplante Fusion nach einem Kontrollverfahren inzwischen freigegeben. Die Unternehmen wollen den Verkauf des Bestandshalters von Logistikimmobilien aber nicht kommentieren.

Eigentlich sollte Logistrial Real Estate im vergangenen Herbst an die Börse gehen. Das klappte aber irgendwie dann doch nicht. Auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real Anfang Oktober wurden schon unter der Hand Gerüchte getuschelt, dass der IPO platzen würde. Sagen wollte das damals aber keiner öffentlich. Auch jetzt wollen weder der Hamburger Projektentwickler Garbe noch Union Investment die mögliche Übernahme kommentieren. Man hat sich auf die Formel geeinigt: "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zu Marktgerüchten nicht äußern". Dabei geht es gar nicht mehr um ein Gerücht.

Das Bundeskartellamt hat unter dem Aktenzeichen B1-312/19 den Erwerb der Logistrial Real Estate durch Union Investment Real Estate geprüft und kurz vor Weihnachten offiziell freigegeben. Demnach sind die Anmeldeunterlagen vollständig bei der Behörde eingegangen. Mit der Freigabe durch das Bundeskartellamt kann die Fusion jetzt vollzogen werden.

Mit dem ursprünglich geplanten Sprung aufs Parkett sollte Logistrial bei der Erstplatzierung Bruttoerlöse von rund 550 Mio. bis etwa 605 Mio. Euro einsammeln und sich damit Kapital zum Erwerb von Logistikimmobilien beschaffen. Schließlich hatte sich die neue Garbe-Tochter Logistrial nach eigenen Angaben ein Portfolio mit 20 europäischen Logistikimmobilien gesichert - etwa 70% der Objekte kommen aus dem Hause Garbe. Wie Logistrial damals mitteilte, wurden die Objekte zum 23. September mit rund 768 Mio. Euro bewertet. Die Garbe-Tochter GuN Investment war zu dieser Zeit Alleinaktionärin von Logistrial. GuN habe das Unternehmen, das seit seiner Gründung im Jahr 2016 eine Vorratsgesellschaft war, im April dieses Jahres erworben und bei zwei Kapitalerhöhungen 5 Mio. Euro investiert, hieß es Ende September. Und: Die Garbe-Gruppe habe sich zudem verpflichtet, Angebotsaktien in Höhe von 20 Mio. Euro zu kaufen. Darüber hinaus sei Garbe mittelbar über Minderheitsbeteiligungen an einigen Immobilienobjektgesellschaften in Höhe von rund 30 Mio. Euro beteiligt. Nachdem der Börsengang nun offenbar passé ist, kommt Union Investment ins Spiel.

Die Hamburger Fondsgesellschaft hatte ohnehin vor, stärker in Logistikimmobilien zu investieren. So soll der Anteil der Assetklasse im eigenen Immobilienportfolio verdoppelt werden. Dazu plant die Fondsgesellschaft, europaweit mindestens 1 Mrd. Euro für Lagerhallen, Verteilzentren und Zustellbasen in den kommenden drei Jahren auszugeben. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, wollte Union Investment etwa das paneuropäische Logistikportfolio Maximus von Apollo Global Management übernehmen; zum Zug kam mit einem Gebot von rund 950 Mio. Euro jedoch GIC, ein Staatsfonds aus Singapur. Bei Union Investment wäre also noch ein bisschen Geld da zum Erwerb einer Logistiktochter.

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