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Märkte | 09.01.2020

Aus IZ01-02/2020, S. 3

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Alle kaufen Logistik

Die Nachfrage nach Logistikimmobilien ist nicht zu bremsen. Selbst ältere Bestandsobjekte werden zu hohen Preisen gehandelt.

Im abgelaufenen Jahr haben Anleger laut Colliers insgesamt 6,6 Mrd. Euro in Logistikimmobilien investiert, CBRE meldet eine Summe von 6,9 Mrd. Euro. Trotz des anhaltenden Produktmangels sei das bislang drittstärkste Jahresergebnis nach 2018 (6,8 Mrd. Euro) und dem Rekordjahr 2017 (8,7 Mrd. Euro) erzielt worden. Auf dem gesamten Gewerbeimmobilienmarkt in Deutschland, der 2019 insbesondere durch mehrere Megadeals und Übernahmen einen neuen Rekord verzeichnete, nehmen Industrie- und Logistikimmobilien mit einem Marktanteil von 9% erneut den dritten Platz ein.

"Das positive Ergebnis ist vor allem auf einen sehr umsatzstarken Jahresendspurt zurückzuführen. Zwischen Oktober und Dezember wurde fast so viel investiert wie in den beiden ersten Quartalen zusammen", sagt Peter Kunz, Head of Industrial & Logistics Emea bei Colliers International, und fügt an: "Das Ergebnis könnte in der aktuellen Phase jedoch weitaus höher ausfallen, sofern mehr Produkte auf den Markt kommen würden." "Hochwertige Assets mit langfristigen Mietverträgen und einem risikoarmen Mieter stellen in Deutschland mittlerweile die Ausnahme dar", sagt Hubert Reck, Head of Industrial & Logistics Stuttgart bei Colliers. "Der Wettkampf um die Immobilien wirbelt den Markt kräftig auf. Die Nachfrage nach Logistik ist aktuell immens und selbst Investoren mit wenig Erfahrung im Industrie- und Logistikbereich trauen sich vermehrt an die Assetklasse ran. Das drückt die Preise natürlich nach oben und Kaufpreisfaktoren steigen in der Folge weiter an", analysiert Reck.

Ende 2019 lag die Bruttospitzenrendite für Logistikimmobilien der neuesten Generation in den besten Lagen mit einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren bei 4,2%, was einer Nettorendite von etwa 3,7% entspricht. Im Laufe des Jahres sank sie somit um weitere 30 Basispunkte - und ein Ende sei noch nicht in Sicht, meint Reck. CBRE-Kollege Lee-Willem Visavachaiwat sieht das ähnlich: "Durch die zuletzt wieder gestiegene Unsicherheit infolge geopolitischer Risiken suchen Investoren vermehrt sichere Anlagehäfen. Dadurch sollte die Bundesanleihe als Referenzzins weiter nachgeben."

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