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Digitales | 12.12.2019

Aus IZ50/2019, S. 13

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Wedel, Unna
  • Unternehmen:
    Wentzel Dr., German Homes
  • Personen:
    Walter Kießling, Philip Schulze, Claas Kießling, Jovica Denadija, Ron Westphal
  • Immobilienart:
    Wohnen, Gewerbe allgemein

Wentzel Dr. sieht Digitalisierung als Faktor für die Expansion

Jovica Denadija, Philip Schulze, Ron Westphal, Claas Kießling und Walter Kießling (v.l.) führen seit 2018 das Hamburger Maklerhaus Wentzel Dr.

In Zeiten elektronischer Plattformen und hybrider Maklermodelle setzt das Hamburger Immobilienunternehmen Wentzel Dr. ganz klassisch auf die Mitarbeiter vor Ort. Doch die Digitaltechnik spielt eine wesentliche Rolle beim Wissenstransfer, bei der Fortbildung und bei der Entlastung der Mitarbeiter von zeitraubenden Routinetätigkeiten.

Rund ein Jahr ist die Fusion zwischen German Homes und Wentzel Dr. nun her. Grund genug für Geschäftsführer Philip Schulze, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Die beiden Maklerkonzepte haben sich in seinen Augen gut ergänzt: Während Wentzel Dr. traditionell stark bei Neubauwohnprojekten sowie bei gewerblichen Immobilien ist, brachte German Homes vor allem Erfahrungen aus der Vermarktung von gebrauchten Wohnimmobilien mit.

Für die geplante Expansion ist die Digitalisierung ein wichtiger Faktor. Allerdings kann die Technik den Menschen laut Schulze nur unterstützen, ihn aber nicht ersetzen. "Wir verwenden intern drei verschiedene Bewertungstools, um für die relevanten Informationen mehrere Quellen zur Verfügung zu haben", erklärt der Geschäftsführer. Keines der Tools, die heute am Markt verfügbar sind, liefere jedoch eine genügend große Menge Daten, die für die Zwecke des Unternehmens hinreichend genau genug wären. "Gerade deswegen sind regionale Büros von großer Bedeutung", erklärt Schulze. "Dadurch, dass Mitarbeiter vor Ort ihr individuelles Wissen in die Systeme einpflegen, entsteht sehr viel Know-how-Transfer." Ohne einen solchen Wissenstransfer und eine geeignete Fortbildung, betont der geschäftsführende Gesellschafter Jovica Denadija, werden es Makler langfristig schwer haben, sich am Markt zu behaupten. Wentzel Dr. baut derzeit unter anderem eine Datenbank mit Onlineschulungen auf, durch die Präsenzseminare für die Mitarbeiter ersetzt werden sollen.

Neben dem Maklergeschäft ist Wentzel Dr. bundesweit im Immobilienmanagement tätig. Auch hier spielt die Technik zunehmend eine Rolle. "Digitalisierung ist in diesem Bereich ein Riesenthema, aber der Mitarbeiter ist ebenso wichtig", erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Walter Kießling. "Wir versuchen, die gewonnene Kapazität, die wir durch eine erfolgreiche Digitalisierung gewinnen, wieder in Manpower umzusetzen und zum Beispiel die telefonische Erreichbarkeit unserer Mitarbeiter zu erhöhen. Ich denke, die Lösung liegt eher in einer Automatisierung von Prozessen als in der Digitalisierung an sich."

Bundesweit verfügt Wentzel Dr. derzeit über rund 15 Shops, am 23. Oktober kam die Filiale in Wedel offiziell hinzu. In Unna läuft der Vertrieb bereits seit einiger Zeit über ein gemietetes Büro, ein Shop soll dort am 14. Dezember eröffnen. Weitere Ladenflächen sucht das Unternehmen derzeit in Düsseldorf und Bielefeld. "Unser Ziel ist es, mehr Franchisepartner an Bord zu nehmen und damit bundesweit in den kommenden zehn Jahren auf 150 Standorte zu kommen", erklärt Schulze. Für 2020 ist unter anderem der Markteintritt in Berlin, Leipzig und München geplant.

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