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Projekte | 05.12.2019

Aus IZ49/2019, S. 19

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

Hochtief baut Zentrale am alten Standort

Quelle: sop-architekten
Viel Glas und Grün kennzeichnen den Entwurf des Düsseldorfer Büros sop, der von Hochtief letztlich ausgewählt wurde.

Quelle: sop-architekten

Essen. Seit 1938 steht die alte Zentrale des Baukonzerns Hochtief am Essener Opernplatz. Nun soll sie einem Neubau weichen. Bei der Stadt löst die Entscheidung ungeteilte Freude aus, nicht zuletzt, weil der Konzern damit ein klares Bekenntnis zu seinem Standort abgibt.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen ist voll des Lobes: "Hochtief hat eine lange Unternehmenstradition in Essen und ist ein Aushängeschild für unsere Stadt", erklärt der Christdemokrat bei der Präsentation des Neubauentwurfs.

Wie wichtig das Ereignis für die Stadt ist, belegt die Tatsache, dass die feierliche Enthüllung der künftigen Hochtief-Zentrale im Rathaus stattfand - und nicht etwa beim Bauherrn selbst. "Die geplante Zentrale wird eine gute Visitenkarte für den weltweit operierenden Konzern und fügt sich gut in das Viertel ein."

Bereits vor einem guten halben Jahr wurden Pläne des Unternehmens bekannt, am Opernplatz neu zu bauen. Damals hatte Hochtief das Gebäude aus dem Jahr 1938 von alstria zurückgekauft und das Ansinnen, das Areal neu zu bebauen, erklärt. Allerdings konnte Unternehmenssprecher Martin Bommersheim zu diesem Zeitpunkt noch nicht mehr sagen.

Umso konkreter wurde Hochtief im Essener Rathaus: In den vergangenen Monaten lud das Unternehmen fünf Architekturbüros zu einem Wettbewerb ein. Den Zuschlag bekam schließlich das Büro slapa oberholz pszczulny (sop) aus Düsseldorf.

Interimsweise wurden 15.800 m² gemietet

"Dieser Entwurf unterstreicht die Rolle unseres Unternehmens als technologisch führender, nachhaltig handelnder Infrastrukturkonzern", erläuterte das Hochtief-Vorstandsmitglied Nikolaus Graf von Matuschka die Entscheidung. Damit soll auch die Zeit enden, in der die Mitarbeiter von Hochtief auf zwei Essener Standorte verteilt waren - nämlich zum einen auf die alte Zentrale am Opernplatz und zum anderen auf das Bürogebäude in der Essener Alfredstraße 236. Dort hatte der Konzern im laufenden Jahr rund 15.800 m² Bürofläche angemietet - der immerhin zweitgrößte Deal auf dem Essener Bürovermietungsmarkt im Jahr 2019.

Bevor sich der Konzern aus der alten Immobilie zurückziehen kann, wird es an der Alfredstraße erst einmal richtig eng. Denn während der Bauarbeiten rücken alle 1.100 Hochtief-Mitarbeiter dort zusammen. Damit die Wartezeit erträglich wird, verspricht Matuschka ihnen einen "Ort der Kreativität, der kurzen Wege und des modernen Arbeitens". Was für Hochtief auch dazu beitrug, sich für den sop-Entwurf zu entscheiden, war das Gefühl, dass der sechsgeschossige gläserne Entwurf sich städtebaulich zwischen dem RWE-Turm, dem historischen Aalto-Theater und der angrenzenden Wohnbebauung gut einfügt.

Nächstes Jahr beginnt der Abriss des Altbaus

Das Dach und die Innenhöfe des als Dreieck geformten Neubaus sollen begrünt werden und damit einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas leisten. Nach der Fertigstellung, deren Zeitpunkt genauso wenig genannt wurde wie das geschätzte Investitionsvolumen, soll die Hochtief-Zentrale mit dem Gütesiegel Gold der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen ausgezeichnet werden. Über den Baubeginn kann Hochtief noch keine konkreten Aussagen machen. Immerhin war zu erfahren, dass der Rückbau der Altbauten 2020 beginnen soll.

Weitgehend vom Tisch ist der Erhalt von Teilen der Bestandsbebauung. Wie zu erfahren war, hatte bereits Vorbesitzer alstria gegen das Ansinnen der Unteren Denkmalschutzbehörde geklagt, das senfgelbe Hochtief-Haus unter Denkmalschutz zu stellen. Und auch Hochtief will vom Erhalt nichts wissen. Der Altbau sei schlicht in einen Neubau nicht integrierbar: Der Eingangsbereich entspreche einem Mauseloch und wird heute bereits nicht mehr genutzt, war zu erfahren. Zudem wäre die erforderliche Barrierefreiheit des Neubaus aufgrund der Stufen vor dem Altbau nicht realisierbar.

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