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Märkte | 05.12.2019

Aus IZ49/2019, S. 3

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)
  • Personen:
    Jens Tolckmitt
  • Immobilienart:
    Wohnen

Mietendeckel bringt Verluste

Der Berliner Mietendeckel könnte mit der Regulatorik für Kreditvergaben zu einer niedrigeren Bewertung zahlreicher Objekte führen. Der Zugang zu Fremdkapital würde dadurch schwieriger.

Der Verband der Pfandbriefbanken (vdp) befürchtet, dass der in Berlin geplante Mietendeckel Auswirkungen auf die Bewertung von Immobilien haben wird. Grund sind regulatorische Vorgaben aus der Capital Requirements Regulation (CRR). Diese besagen, dass alle Objekte in einer Region, die von erheblichen Preiskorrekturen betroffen sind, neu zu bewerten seien.

Dies treffe insbesondere Eigentümer, die ihre Immobilien durch den Einsatz von Fremdkapital erworben hätten. Die Mieten, die zur Zeit der Kreditvergabe angesetzt worden seien, müssen möglicherweise gekürzt werden. Daraus folgten wiederum höhere Beleihungsausläufe (LTVs) und zusätzliche Sicherheiten von den Kreditnehmern. Kreditnehmer würden unverschuldet eventuelle Abreden in Kreditverträgen verletzen.

Auch würde durch die Maßnahme ein erheblicher Vertrauensverlust entstehen, der möglicherweise dringend benötigte Bauinvestitionen abwürgen würde. "Der Mietendeckel ist kontraproduktiv", sagte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. "Die Maßnahme wird die Neubauaktivitäten in der Bundeshauptstadt sogar eher dämpfen." Denn nur ein größeres Wohnungsangebot könne die Mietpreise mindern und den Wohnungsmarkt entspannen.

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