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Märkte | 05.12.2019

Aus IZ49/2019, S. 2

Von Iris Schöberl

In diesem Artikel:

Flexibilität belebt Handelsflächen

Iris Schöberl von BMO Real Estate Partners appelliert an Eigentümer und Investoren, flexibel ausgestaltere Handelsmietverträge nicht allein als Risiko, sondern auch als Chance zu verstehen. Nur so gibt es einen lebendigen Mietermix in den Innenstädten.

Quelle: BMO Real Estate Partners GmbH & Co KG
Iris Schöberl.

Quelle: BMO Real Estate Partners GmbH & Co KG

Wir müssen weiterdenken. Wir müssen umdenken. Wir müssen komplett neu denken. Nicht nur in Anbetracht der Entwicklungen rund um den Einzelhandel, sondern auch in Bezug auf die Weiterentwicklung von städtischen Strukturen.

Während wir auf der einen Seite die allseits bekannten Themen des und mit dem E-Commerce beachten (müssen), haben wir auf der anderen Seite den Wunsch der Menschen nach urbanen, lebendigen innerstädtischen Begegnungsorten mit hoher Aufenthaltsqualität. Es geht somit nur miteinander und vor allem ist es kein "entweder online oder offline" oder "entweder Einzelhandel oder Wohnen". Doch wie schaffen wir Lebendigkeit? Wie locken wir Käufer und Besucher in die Städte? Wie bieten wir eine Vielfalt in der Fläche, die dazu führt, dass wir uns vom Sofa wegbewegen?

Die Händler sind verunsichert und wünschen sich immer häufiger kürzere Mietvertragslaufzeiten, mehr Flexibilität und damit auch mehr Mut und Offenheit seitens der Eigentümer. Wir sprechen nun im Schnitt von fünf Jahren und das auch schon in den Toplagen. Selbst Anfragen für ein bis drei Jahre sind keine Seltenheit mehr. Allmählich erkennen die Vermieter das Potenzial, das kurze Mietvertragslaufzeiten bergen - natürlich immer gebunden an ein überzeugendes Konzept, ein Image, das dem Standort nützt und Synergien mit dem Umfeld bildet, eine Idee, die neue Zielgruppen anspricht.

Die Pop-up-Stores von gestern sind heute häufig erfolgreiche Händler. Die Food-Trends müssen ausprobiert werden und das nicht nur in Food-Trucks. Nachhaltige Textilideen möchten angefasst und probiert werden. Dafür braucht es Flächen. Und Eigentümer, die den Händlern trotz kurzer Mietvertragslaufzeiten die Chance geben, sich den Kunden zu präsentieren. Diese schaffen für die Kunden ein Erlebnis, für das es sich lohnt, vom Sofa aufzustehen. Neue Konzepte oder auch solche, die bereits online funktionieren und die auf die stationäre Fläche möchten, können den Standort stärken. Und diese bleiben dann vielleicht auch länger als nur drei Jahre. Deshalb gilt es nicht von vornherein die Augen zu verschließen, weil nicht die magische Zahl zehn in den gewünschten Mietjahren präsentiert wird. Es geht um Durchmischung. Es geht um die Würze. Es geht um den Einzelhandel im städtischen Kontext und es geht um Chancen.

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