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Märkte | 09.10.2019

Aus IZMessezeitung 03 Mittwoch/2019, S. 8

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Frust durch Flächenmangel

Quelle: Immobilien Zeitung
Frank Roost (Mitte) erhofft sich mehr Flächeneffizienz von branchenspezifischen Gewerbegebieten.

Quelle: Immobilien Zeitung

Das Hauen und Stechen um Flächen im Rhein-Main-Gebiet wird immer schlimmer. Vorschläge zur Abhilfe gibt es viele, jedoch keine Lösung.

Rechenzentren drängen nach Frankfurt und in seine Nachbarkommunen, ebenso Logistiker, die den zunehmenden Versandhandel bedienen, und Einwohner sowieso. Alleine für das Wohnen hat das Planungsbüro Albert Speer + Partner einen Bedarf von 4.250 ha Entwicklungsfläche in Südhessen bis zum Jahr 2030 berechnet. Und das wird auch nur reichen, wenn das Potenzial für Nachverdichtungen vollständig ausgeschöpft wird.

Der Kampf um die wenigen Flächen im Rhein-Main-Gebiet ist für viele Vertreter der Region auf der Expo Real das beherrschende Thema. Bei einigen liegen die Nerven blank. "Ich finde es skandalös, dass in der Starkenburgkaserne rund 30 ha in der Innenstadt mit der Instandsetzung von Panzern belegt sind und wir in den Verhandlungen mit dem Verteidigungsministerium einfach nicht vorankommen", poltert der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Bündnis 90/Die Grünen) in Richtung Bundeswehr. "Hat beim geplanten Stadtteil im Frankfurter Nordwesten überhaupt irgendjemand im Planungsamt daran gedacht, dass dort 15.000 Menschen wohnen und alle im Internet bestellen werden? Wo soll die Logistik dafür hin?", will Christian Tretiak von P3 Logistic Parks wissen.

Die Lösungsvorschläge arbeiten sich an Details ab. Torsten Becker vom Stadtplanungsbüro Tobestadt stellt sich ein Management für Gewerbegebiete vor, das das Nutzen von Synergien auf engem Raum erleichtert. Der Hochschullehrer Frank Roost setzt darauf, dass Gewerbegebiete stärker auf bestimmte Branchen zugeschnitten und damit dichter geplant werden. Felix Kusicka, Bürgermeister des südhessischen Biblis, stellt auf den Einkommensteuerbescheiden immerhin fest, dass zunehmend Dienstleister vom Homeoffice im Wohngebiet aus Umsätze generieren. An der Knappheit der Flächen ändert das alles freilich nichts.

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