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Politik | 08.10.2019

Aus IZMessezeitung 02 Dienstag/2019, S. 52

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Börsenklausel für Share-Deals

Quelle: Immobilien Zeitung
Martina Hertwig, Partnerin und Wirtschaftsprüferin bei Baker Tilly, auf der Expo Real.

Quelle: Immobilien Zeitung

Die Debatte um die Ausgestaltung der Share-Deal-Reform dauert an. Umstritten ist innerhalb der Großen Koalition offenbar, wie künftig börsennotierte Konzerne behandelt werden sollen.

Klar ist: Share-Deals werden für manchen Investor weniger attraktiv. Denn die angestrebte Reform sieht vor, bei Immobilientransaktionen die Grunderwerbsteuer auslösende Beteiligungsgrenze von 95% auf 90% zu senken und die Haltefristen von fünf auf zehn Jahre zu verlängern. Außerdem sollen die Regelungen auch für Kapitalgesellschaften gelten statt wie bisher nur für Personengesellschaften. In der Praxis kann das für börsennotierte Konzerne, die Immobilien ihr Eigen nennen, zu Problemen führen, warnt Martina Hertwig, Partnerin und Wirtschaftsprüferin bei Baker Tilly, auf der Expo Real. Denn mit dem Handel auf dem Parkett ändere sich die Anteilsstruktur von Gesellschaften täglich. Laut Experten müssten an der Börse notierte Unternehmen bei einer Absenkung auf 90% im Schnitt alle 14 Monate Grunderwerbsteuer zahlen, da die magische Anteilsschwelle innerhalb dieser Phase überschritten werde. Deshalb ist sich Hertwig sicher, dass es eine Börsenklausel im Gesetz geben wird, die genau das verhindern soll.

Trotz der Reform werde es auch weiterhin Share-Deals geben, meint Esfandiar Khorrami, Rechtsanwalt und Partner bei Bottermann Khorrami. Ab einer Investitionssumme von 50 Mio. Euro würden Share-Deals für Käufer wie Verkäufer attraktiv bleiben. Infolge der längeren Haltefrist müssten sich Investoren ihre Joint-Venture-Partner aber künftig genauer ansehen. Unternehmen können die Grunderwerbsteuer umgehen, wenn sie statt der Gebäude lediglich Anteile an einer Objektgesellschaft erwerben.

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