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Politik | 08.10.2019

Aus IZMessezeitung 02 Dienstag/2019, S. 1

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Messe München
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD), Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), SPD, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, CDU, ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Deutscher Städtetag (DST)
  • Personen:
    Andreas Ibel, Andreas Mattner, Jürgen Michael Schick, Horst Seehofer, Axel Gedaschko, Arnd Fittkau, Burkhard Jung, Rolf Buch, Marco Wanderwitz, Bernhard Daldrup
  • Immobilienart:
    Wohnen

Nur Wanderwitz stellt sich der Branche

Quelle: Immobilien Zeitung
Am Messemontag als Vertreter der Politik fast allein auf weiter Flur: Staatssekretär Marco Wanderwitz.

Quelle: Immobilien Zeitung

Das Bisherige reicht bei weitem nicht. "Moratorium beim Mietrecht", ein "bezahlbares Klimapaket" und vereinfachtes Bauen wünschten sich Verbände und Investoren von der Politik. Die blieb der Messe weitgehend fern, Marco Wanderwitz sollte es richten.

Die politischen Entscheidungen zum Thema bezahlbares Wohnen bewegen in diesem Jahr laut einer Umfrage der Messe München die Messebesucher am meisten. Politische Entscheidungsträger wie Innen- und Bauminister Horst Seehofer (CSU) sowie die Experten der Fraktionen hatten anderes zu tun, als auf der Expo Real zu erscheinen. Abgesandt wurde für den Messemontag Seehofers Parlamentarischer Staatssekretär Marco Wanderwitz (CDU), der in acht Diskussionsrunden die politischen Beschlüsse rechtfertigen musste. Als rares Exemplar wurde Wanderwitz aber zur Enttäuschung einiger Zuschauer weitgehend geschont. Kleine Attacken gegen die Große Koalition fuhr Jürgen Michael Schick, Präsident des Maklerverbands IVD, der sich vor allem über die SPD und deren Schlingerkurs "zwischen Regierung und Opposition beklagte". Gemeint sind die jüngsten Beschlüsse der SPD-Fraktion zu einem bundesweiten Mietendeckel. Mit dieser Situation, sagte Schick ,,kommen wir als Verbände nicht mehr zurecht". Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup war da nur als Zuhörer zugegen. Und nahm so Schicks Wunsch entgegen, der auch von den anderen Immobilienverbänden geteilt wurde: Schluss mit dem Herumfuhrwerken am Mietrecht. "Wir brauchen ein Moratorium." Wanderwitz hat zumindest eine halbwegs gute Nachricht. "Wir müssen noch mal ran und über eine lineare Abschreibung bei der Sonder-AfA sprechen", sagte Wanderwitz, was Andreas Ibel, Chef des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), und sein Kollege Axel Gedaschko (GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) sofort mitnotierten. So richtig unharmonisch aber wollte keiner werden. Auch der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), weigerte sich, auf die "SPD-Schiene" zu gehen. "Wir sind beim bezahlbaren Wohnen in einem Teufelskreis." Städte müssten regulieren, weil "die Mieter verzweifelt sind". Das aber beflügele in der Tat nicht den Wohnungsneubau. "Wir brauchen regionale Bündnisse mit der Immobilienbranche, um da rauszukommen", forderte Jung.

Da konnten Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), und Arnd Fittkau, Vonovia-Vorstandsmitglied, der CEO Rolf Buch vertrat, mal zustimmen. Schick und Fittkau verurteilten Schmähungen von Wohnungskonzernen mit Parolen wie "Kill your landlord". Doch es gab auch etwas Selbstkritik: "Wir hätten uns viel früher von schwarzen Schafen in der Branche distanzieren müssen", sagten Schick und Fittkau unisono.

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