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Politik | 07.10.2019

Aus IZMessezeitung 01 Montag/2019, S. 26

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Zwischen Konjunkturflaute und Regulierungswut

Die Berliner Mietenpolitik strahlt auf den Investmentmarkt von ganz Deutschland aus, meint Kai Wolfram von E&V Investment Consulting (Evic) - und zwar negativ.

Wenn auf einem Branchentreffen über den deutschen Wohnungsmarkt gesprochen wird, dreht sich alles immer nur um Berlin", sagt Wolfram. Dort wurde im Sommer die umfassende Deckelung der Wohnungsmieten beschlossen - ein Eingriff in die Vertragsfreiheit, den zahlreiche Juristen prompt als nicht verfassungskonform verurteilten.

"Schon die Mietpreisbremse war von Juristen als verfassungswidrig kritisiert worden und dann hat das Verfassungsgericht sie dennoch bestätigt", erinnert sich der Makler. Solche Entscheidungen sorgten für Nervosität bei Investoren im In-, aber auch im Ausland. In einer von Evic durchgeführten Investorenbefragung zeigte sich, dass die Berliner Beschlüsse bei drei Vierteln der Einkäufer Einfluss auf die eigenen strategischen Entscheidungen haben. 28% der rund 260 Befragten wollen in den kommenden Monaten weniger in diesem Segment investieren als bisher.

Verliert Deutschland wegen seiner Mietenpolitik und der rezessiven Wirtschaftsentwicklung seinen Sicherer-Hafen-Status? Der Frage widmet sich der Evic-Investmenttalk am Messedienstag. Wolfram freut sich besonders darauf, von den anwesenden Investmentmanagern zu hören, wie besagte Tendenzen ihr Kaufverhalten beeinflussen. Eingeladen sind Consus, Corestate, Credit Suisse und Cerberus.

Consus, größter Entwickler von Mietwohnungen in Deutschland, hofft von den Regulierungsmaßnahmen sogar zu profitieren. Die Beschlüsse beträfen ausschließlich Bestandswohnungen, so das Argument. Neubau werde dadurch für Investoren tendenziell sogar attraktiver. Das Volumen der Vorverkäufe an institutionelle Investoren ist bei Consus im zweiten Quartal 2019 um 300 Mio. auf 2,8 Mrd. Euro gestiegen.

Der Evic-Expertentalk findet am Dienstag, 13 Uhr in Halle A1, Raum A12 statt.

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