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Digitales | 04.10.2019

Aus IZ40/2019, S. 13

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Bei Hubitation gibt es nur noch Sieger

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
Die NH-Geschäftsführer Constantin Westphal, Monika Fontaine-Kretschmer und Thomas Hain (v.l.).

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Der Ausflug zur Expo Real, den die Nassauische Heimstätte als Preis für ihren ProptechWettbewerb Hubitation ausgelobt hatte, spielt für die Teilnehmer fast keine Rolle mehr. Einige sind schon längst keine Start-ups mehr. Viel wichtiger sind die Pilotprojekte mit dem hessischen Immobilienunternehmen, die sich an den Wettbewerb anschließen werden. Und die gibt es der Einfachheit halber mit allen Aspiranten.

Die Einladungen zu Start-up-Wettbewerben, bei denen sich junge Proptechs in Kurzvorstellungen einem geneigten Publikum präsentieren, sind im vergangenen Jahr etwas weniger geworden. Die Nassauische Heimstätte (NH) hingegen hatte ihren Wettbewerb names Hubitation überhaupt erst 2018 aufgelegt und hat ihn wegen der viel versprechenden Ergebnisse im September 2019 wiederholt. Schon vergangenes Jahr hatte sich die Jury allerdings schwer damit getan, einen eindeutigen Sieger zu küren, da alle vorgestellten Konzepte etwas für sich hatten. Am Ende durften sich zwei junge Unternehmen am NH-Stand auf der Expo Real präsentieren. Pilotprojekte initiierte das hessische Immobilienunternehmen gar mit vier Proptechs aus dem letztjährigen Teilnehmerfeld.

"Auch dieses Jahr haben wir zwei Sieger", erklärte Thomas Hain, leitender Geschäftsführer der NH-Unternehmensgruppe, am Ende der Jury-Beratungen im Frankfurter Architekturmuseum. "Wenn wir das fortsetzen, wird es nächstes Jahr Tradition." Den Platz auf dem Treppchen durften sich das Wiener Unternehmen frameless und das Frankfurter Start-up sphira teilen. Für beide spielen Handyaufnahmen eine große Rolle. Während frameless aus 360-Grad-Fotos virtuelle Gebäuderundgänge generiert, kann die App von sphira Handyvideos mit zusätzlichen Informationen verknüpfen, die der Nutzer eingibt. Auf diese Weise lassen sich virtuelle Betriebsanleitungen für so ziemlich jedes Gerät erstellen, das in einem Gebäude vorkommt.

Die Jury habe sich vor allem vom Gedanken leiten lassen, die Start-up-Kultur zu fördern, betonte Hain. Daher zählen die beiden Preisträger zu den jüngsten Unternehmensgründungen im Teilnehmerfeld. Für das Frankfurter Datenmanagementunternehmen Evana oder den Münchner Drohnenflugspezialisten FairFleet dürfte die Siegprämie, nämlich unter den Fittichen von NH auf der Expo Real dabei zu sein, ohnehin von geringem Wert gewesen sein. Beide Unternehmen sind dieses Jahr mit eigenen Ständen in der Innovationshalle Nova3 auf der Immobilienmesse vertreten.

Auch das IT-Unternehmen UiPath, das ebenfalls am Wettbewerb teilnahm und dessen Softwareroboter Bürokräfte von Routinetätigkeiten entlasten, ist alles andere als ein Frischling. Es wurde 2005 in Rumänien gegründet, hat aber seinen Firmensitz inzwischen in New York und verfügt über mehr als 3.000 Angestellte. Bei der letzten Finanzierungsrunde im April dieses Jahres versorgte ein Investorenkonsortium unter Führung des Hedgefonds Coatue Management das Technologieunternehmen mit einer Finanzspritze von 568 Mio. USD. Das ist mehr als fünfmal so viel, wie im ersten Halbjahr 2019 an alle deutschen Proptechs zusammen geflossen ist.

Interessiert sind diese Teilnehmer vor allem daran, im Anschluss an die Vorstellung ihrer Geschäftsmodelle Pilotprojekte mit Unternehmen wie NH einfädeln zu können. Damit steigt ihr Bekanntheitsgrad und die Chance, künftig große Verträge mit anderen Branchenvertretern abzuschließen. Doch NH steht vor einem Dilemma: Da die Proptechs alle sehr unterschiedliche Bereiche der Wertschöpfungskette bedienen, sind im Grunde Pilotprojekte mit allen von ihnen sinnvoll. "Unsere Kapazitäten reichen nicht aus, um gleichzeitig acht Pilotprojekte darzustellen", gab Hain auf der Veranstaltung zu bedenken. Daher hat sich NH mit weiteren Immobilienunternehmen zusammengetan, die ebenfalls als Projektpartner zur Verfügung stehen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann geteilt werden. Wer die Partner sind und welches Immobilienunternehmen am Ende welches Proptech betreut, darüber verriet Hain zunächst nichts. Zur Expo Real will NH die Details vorstellen.

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