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Projekte | 12.09.2019

Aus IZ37/2019, S. 21

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Vom Pharmastandort zum heterogenen Gewerbeareal

Quelle: Büro Dr. Vogel GmbH, Urheber: moka-studio/ Schenk + Waiblinger
So könnte sich das Dr.-Kade-Areal von der Reichenaustraße künftig präsentieren.

Quelle: Büro Dr. Vogel GmbH, Urheber: moka-studio/ Schenk + Waiblinger

Konstanz. Das größte Büro- und Gewerbeobjekt in der Stadt ist auf dem Markt. Es gibt nicht nur Baurecht für insgesamt 52.000 m² Bruttogrundfläche, sondern auch eine Architektenplanung, wie das Potenzial des ehemaligen Standorts einer pharmazeutischen Fabrik gehoben werden kann.

Die größte Stadt am Bodensee ist nicht nur Tourismus- und Einkaufsmagnet, sondern auch ein bedeutender Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. Doch die Sandwichlage zwischen See und der Schweiz führt zu einer großen Flächenkonkurrenz zwischen Wohnen und Gewerbe.

Unter diesem Gesichtspunkt trifft es sich gut, dass das Pharmaunternehmen Dr. Kade seine Produktion in Konstanz Ende April eingestellt hat und die Vermarktung des rund 27.000 m² großen Grundstücks samt der Bestandsgebäude ansteht. Die hat das Büro Dr. Vogel aus Berlin im Alleinauftrag übernommen. Die Augen von Geschäftsführer Markus Vogel leuchten angesichts der Lage des Areals zwischen der Reichenaustraße/B 33, der Opelstraße und der Reisstraße. "Damit kommt eines der größten städtischen Büro- und Gewerbegrundstücke der gesamten Bodenseeregion auf den Markt." Aufgrund der prominenten Lage an der Stadtmagistrale B 33, der Nähe zur Altstadt und der Schweiz erwartet Vogel gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Der Projektentwickler und Spezialist für Bieterverfahren plant einen Gesamtverkauf von Grundstück und Bestandsgebäuden. Das zweistufige Bieterverfahren startet am 20. September in die erste Phase, die bis zum 31. Oktober dauert. Darauf folgt die zweite Phase ab Mitte November bis zum Jahresende. Zwei Aspekte machen laut Vogel den Standort interessant: das große Bauvolumen und der gute Baubestand. Der umfasst rund 13.000 m² Bruttogrundfläche bezugsfertige Büro-, Labor-, Lager- und Distributionsgebäude. Das Areal wird unter dem Namen konstanz.space vermarktet. Es gibt bereits eine Vorprojektentwicklung durch das Hamburger Architektenbüro Schenk + Waiblinger zu einem heterogenen Quartier mit einer Mischung aus Büros, Gewerbelofts, industrieller Produktion und Handwerk. Die neun Bestandsgebäude sollen durch einen südlichen und nördlichen Bauteil ergänzt werden.

Der südliche Bauteil mit abgerundeten Ecken sieht überwiegend Büronutzungen vor. Entlang der Reichenaustraße sollen vertikale Metalllamellen den Neubau leicht erscheinen lassen und für ein lebendiges, sich ständig veränderndes Bild sorgen. Der Bebauungsplan gibt eine viergeschossige Bebauung vor, doch an der Kreuzung Reichenau- und Opelstraße ist ein überhöhter, eventuell siebengeschossiger Neubau als städtebaulicher Hochpunkt geplant.

Der nördliche dreigeschossige Neubau wird überwiegend größeren Gewerbeflächen und Produktionshallen vorbehalten und soll als eher schlichtes, kubisches Gebäude ausgeführt werden. Die industriell geprägte Fassade liegt laut den Architekten hinter einer "transluzenten Hülle aus gewelltem Lochblech", die der Verschattung dient. Zwei innenliegende Produktionshöfe werden das Gebäude gliedern und erschließen. Im Innern des Baufelds ist ein großer Quartiersgarten als Erholungs- und Pausenfläche geplant, der an sämtliche Bausteine angrenzt und diese miteinander verbindet.

Das Hamburger Architekturbüro hat Vogel wegen bisheriger guter Erfahrungen ausgewählt. Doch er betont auch, dass er früh Kontakt zur Stadt aufgenommen habe und der Gestaltungsbeirat über vier verschiedene Entwurfsvarianten abgestimmt habe. Der rechtsgültige Bebauungsplan sei hier sehr flexibel.

Vogel spricht von einem realisierbaren Bebauungspotenzial von rund 52.000 m². Daraus lässt sich ein Projektwert zwischen rund 150 und 200 Mio. Euro errechnen. Anfragen zum Kauf und für Zwischennutzungen würden bereits vorliegen. "Eine klimatisierte Distributionshalle wie hier gibt es im Umkreis von 150 km nicht", ist Vogel überzeugt. Auf alle Fälle kann der wirtschaftlich dynamische Standort das Flächenangebot gut gebrauchen.

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