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Projekte | 12.09.2019

Aus IZ37/2019, S. 20

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

The Mirai kommt - wenn auch mit Verspätung

Quelle: The Mirai
Das Projekt ist eine Art Wundertüte, deren Inhalt von den potenziellen Mietern gestaltet werden soll.

Quelle: The Mirai

Oberhausen. Die Zukunft des Fitnesssports soll The Mirai werden - das größte Studio seiner Art in der Welt gar. Und auch noch kostenlos für die Benutzer. Doch seit längerem ist es still geworden um das rund 100 Mio. Euro schwere Megaprojekt. Eine neue Geschäftsführung gibt sich nun wild entschlossen, das Vorhaben 2022 zu eröffnen.

Der Initiator von The Mirai ist Rainer Schaller, geschäftsführender Gesellschafter der RSG-Group, zu der Unternehmen wie McFit, Lopavent sowie der Geschäftsführer des Unternehmens Qi²-Sports Nutrition gehören. Als Schaller das Vorhaben vor ziemlich genau zwei Jahren präsentierte, sprühte es nur so vor Superlativen.

Auf rund 55.000 m² in der Nähe des Centros werde man das größte Fitnesscenter der Welt schaffen. Jährlich sollen dort zwischen 400.000 und 500.000 Besucher aus ganz Europa zum Trainieren kommen und 400 Arbeitsplätze geschaffen werden. Einen Eröffnungstermin nannte Schaller auch: Ende 2019 werde "das größte Gym der Welt" seine Pforten öffnen.

Wer heute an der Essener Straße 2-24 vorbeifährt, die The Mirai gemietet hat, sieht schnell, dass es mit dem angekündigten Eröffnungstermin sicher nichts wird. Und langsam kam auch in der Oberhausener Bürgerschaft das Gefühl auf, dass es sich bei dem Vorhaben um eine große Seifenblase gehandelt haben könnte.

Weit gefehlt! Im WAZ-Stadtgespräch mit der Lokalzeitung aus der Funke-Medien-Gruppe gaben sich die Projektbeteiligten überzeugt, dass The Mirai seine Pforten in den ehemaligen Thyssen-Industriehallen öffnen wird - und zwar im Jahr 2022. Noch im nächsten Jahr, so Yüce Yücel, Co-Geschäftsführer und mit der Konzeption des Vorhabens beauftragt, würden die Arbeiten an den historischen Hallen beginnen.

Im Sommer ist Rainer Schaller in die Geschäftsführung von The Mirai - das ist übrigens japanisch und bedeutet Zukunft - eingetreten. Noch im Herbst, so verkündete Yücel, werde das Unternehmen den Bauantrag bei der Stadt Oberhausen einreichen. Im kommenden Jahr sollen die Bagger anrücken. "The Mirai wird für Fitnesssportler international ein Mekka sein, das jeder mal besucht haben will", erklärte Yücel bei der WAZ-Veranstaltung.

Quelle: The Mirai
Im Zentrum von The Mirai steht ein Baum des Lebens. Um ihn herum wird Sport getrieben.

Quelle: The Mirai

Da es selbst beim größten Gym der Welt nicht ausschließlich auf die Größe ankommt, um die Heerscharen der Fitnessanhänger nach Oberhausen zu locken, sieht das Konzept von The Mirai noch ein weiteres Lockmittel vor: Das Angebot in den historischen Hallen soll für die Besucher kostenlos sein. Vielmehr werden die Anbieter der dort präsentierten Produkte und Gerätschaften zur Kasse gebeten.

Die Idee ist, dass The Mirai für die Branche als 35.000 m² große Dauermesse begriffen werden soll. Neben den "interaktiven Erlebniszonen" soll es Trainingsbereiche für Senioren geben, aber auch die Schulsporthalle der Zukunft gezeigt werden. Es ist Aqua-Fitness geplant, Ernährungsberatung und eine 1 km lange Laufbahn in 8 m Höhe.

Abseits der Sportler ist ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Fitness und Gesundheit geplant sowie ein Event- und Kongresszentrum, in dem Veranstaltungen zu den Themen stattfinden werden. Ein Filmstudio soll 24 Stunden täglich eigenen Content zu Fitnessthemen erstellen und externe Partner und Medien integrieren.

Im Moment liegt der Fokus der Entwickler darauf, möglichst viele zahlungswillige Partner für das Gesamtvorhaben The Mirai zu begeistern. Ole Hans, der Sprecher des Investors, sagt: "Wir führen aktuell etliche Gespräche mit Industrie-, Wirtschafts-, IT- sowie Forschungs- und Entwicklungspartnern, die ihre Marken und Produkte als Kooperationspartner ganzjährig auf unserer branchenübergreifenden Plattform präsentieren und integrieren können." Bereits jetzt haben laut Aussage des Unternehmenssprechers zwischen 80 und 100 Partner ihr Interesse an dem Vorhaben bekundet.

Was genau auf den Fitnessflächen passieren wird, ist allerdings noch offen. Denn die werden an die zahlenden Partner vermietet, die ihre Bereiche nach eigenen Vorstellungen bespielen können. Zudem sehen die Pläne weitere Expansionsmöglichkeiten nach der Eröffnung vor.

Und weil Fitness irgendwie auch immer ein bisschen Showbusiness ist, wurde zum 1. Juli der frühere Herzblatt-Moderator Pierre Geisensetter zum Geschäftsführer von The Mirai ernannt. Er löst damit Ralph Scholz ab, der in Oberhausen ein Projektsteuerungsunternehmen gründen und The Mirai weiterhin beraten wird. Geisensetter war zuvor bereits fünf Jahre lang Firmensprecher der RSG-Group.

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