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Digitales | 12.09.2019

Aus IZ37/2019, S. 14

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Dirk Wohltorf, Hubert Rhomberg, Alexander Ubach-Utermöhl, Stefan Wicker, Lukasz Gadowski, Ed Parsons

Kleine Schritte und große Visionen für Proptechs

Auf der Real Proptech in Berlin trafen Wunsch und Wirklichkeit aufeinander: Während die Visionäre von Flugtaxis schwärmen, ringen viele Start-ups noch um Standards, Schnittstellen und Marktzugang.

Viele Lösungen, die immobilienwirtschaftliche Start-ups in den vergangenen Jahren entwickelt haben, mögen inzwischen geläufig sein, selbstverständlich sind sie noch lange nicht. "Proptechs sind bisher noch kein relevanter Teil der etablierten Immobilienwelt geworden", stellte Real-Proptech-Organisator Alexander Ubach-Utermöhl fest. Auf seine Frage, wer die Digitalisierung der Immobilienwelt als ein drängendes Anliegen sieht, gingen im Publikum nur wenige Hände in die Höhe, die zumeist den anwesenden Proptech-Vertretern gehörten. Die Immobilienbranche selbst, so scheint es, sieht viele Digitalangebote noch als technische Spielerei.

In den Diskussionsrunden auf der Real Proptech ging es daher vor allem darum, wie sich die Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups flexibler gestalten lässt und in welcher Form Datenstandards und definierte Schnittstellen zwischen einzelnen Insellösungen dabei helfen könnten, guten Ideen schneller zum Durchbruch zu verhelfen. Das wäre nötig, um der Skepsis der angestammten Immobilienunternehmen etwas entgegenzusetzen. "Vertrauen, Erfahrung und Marktkenntnisse lassen sich nicht so einfach digitalisieren", bemerkte etwa IVD-Vizepräsident Dirk Wohltorf. Stefan Wicker, CEO des Hybridmaklerunternehmens Homeday, betonte demgegenüber die Chancen, die sich für einen Makler böten, der durch digitale Unterstützung von Routinetätigkeiten entlastet wird und sich ganz aufs Verkaufen konzentrieren kann.

Gegenüber solch überschaubaren Verbesserungen wirkten die Prognosen von manchem der anwesenden Visionäre geradezu kühn: Sowohl Lukasz Gadowski, der unter anderem das E-Scooter-Unternehmen Circ leitet, als auch Google-Geodatenspezialist Ed Parsons prophezeiten dem autonomen Flugtaxi eine entscheidende Rolle für den Individualverkehr der Zukunft, was ihrer Ansicht nach die Flächennutzung in den Innenstädten umkrempeln könnte. Hubert Rhomberg wiederum, Geschäftsführer des Bauunternehmens Rhomberg Bau, sieht eine digital geplante Holzmodulbauweise als Schlüssel, um bei der Gebäudeerstellung "40% der Kosten, 50% der Zeit und 90% der CO2-Emissionen zu sparen". Im Gegensatz zu den Flugtaxis, die es bisher nur als Prototypen gibt, kann Rhombergs hausinternes Start-up Cree schon fertige Projekte vorweisen.

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