Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 12.09.2019

Aus IZ37/2019, S. 9

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

So viele neue Hotelzimmer gab es noch nie

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Ketten wie Motel One dominieren den deutschen Hotelmarkt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

In Deutschland werden in diesem Jahr so viele Hotelzimmer gebaut wie noch nie. Das prognostiziert eine gemeinsame Studie des Projektentwicklers benchmark Real Estate und des Analyseunternehmens bulwiengesa. Vor allem Drei- und Viersternehotels sind im Kommen. Aber auch Longstayhotels und Aparthotels sind zunehmend gefragt.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Analyse der Bautätigkeit im Hotelsegment für Neubauten mit mindestens 40 Zimmern. Die Autoren erwarten für 2019, dass rund 27.600 Hotelzimmer verteilt auf 173 Betriebe fertiggestellt werden; das entspräche einem Zuwachs von rund 70% gegenüber dem Vorjahr (16.280). Im Schnitt der vergangenen fünf Jahre wurden per anno etwa 12.400 Zimmer neu geschaffen.

Vor allem die A-Städte stellen den wichtigsten Markt für neue Hotelentwicklungen dar. 2018 entstanden dort rund 9.200 Zimmer und damit mehr als die Hälfte des gesamten Neubaus. Frankfurt (2.455 Zimmer), München (2.357) und Berlin (1.004) verzeichneten dabei den größten Zuwachs. Die Autoren der Studie glauben aber daran, dass die B- und C-Städte in den kommenden Jahren ordentlich zulegen werden, da in den Metropolen die Flächen knapp sind.

Auf Produktseite werde sich die Dominanz der Drei- bis Viersternehotels weiter fortsetzen. Dieses Segment machte zwischen 2016 und 2018 gut 83% aller neu errichteten Zimmer aus. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Fertigstellungszahlen von Budget-Produkten. "Der deutsche Hotelimmobilienmarkt entwickelt sich weiterhin dynamisch und ist gerade für institutionelle Investoren interessant", sagt Götz Hufenbach, geschäftsführender Gesellschafter von benchmark. "Der Markt reift jedoch zunehmend und eine sorgfältige Due Diligence ist gerade vor den ersten Anzeichen einer sich abkühlenden Konjunktur eine Pflichtaufgabe. Investoren und Entwickler sollten daher Teilmärkte und das Produkt sehr genau verstehen", rät Hufenbach.

In den vergangenen Jahren seien deutlich mehr neue Hotels in Deutschland gebaut worden, betont Silvia Beck, Niederlassungsleiterin von bulwiengesa in Frankfurt. "Lange Zeit konzentrierte sich die Bauaktivität vor allem auf die deutschen A-Städte. Inzwischen rücken auch immer mehr Mittelstädte in den Fokus von Projektentwicklern und Investoren." Da sich die touristische Nachfrage positiv entwickele, dürften sich die Verdrängungseffekte in Grenzen halten. "Deutlich zu erkennen ist auch 2018 wieder die starke Expansion der Kettenhotellerie der vergangenen Jahre: Mehr als 82% aller realisierten Zimmer werden von Hotelketten betrieben", erklärt Beck.

Auffällig sei auch der Zuwachs bei Long-stayhotels. "Der absolute Zubau ist zwar verhältnismäßig gering, mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 11% in den Jahren 2016 bis 2018 lag der Neubau aber deutlich über den in den Vorjahren zu verzeichnenden 2% bis 7%", sagt Beck. Longstaykonzepte beziehen sich auf Hotelzimmer für Gäste, die über mehrere Tage oder gar Wochen bleiben wollen und die meist mit einer kleinen Küche ausgestattet sind. Diese Angebote konnten ihren Marktanteil nicht nur in den A-Städten, sondern auch in den B-Städten deutlich steigern. Im vergangenen Jahr wurde knapp ein Viertel aller Longstayzimmer in B-Städten realisiert.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!