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Finanzen | 12.09.2019

Aus IZ37/2019, S. 4

Von Nikolas Katzung

In diesem Artikel:

Vonovia begibt ersten Schuldschein digital

Vonovia hat erstmals einen Schuldschein emittiert und dafür die digitale Plattform firstwire genutzt. Außerdem platzierte der Wohnungskonzern eine 1 Mrd. Euro schwere Anleihe am Kapitalmarkt.

Ein institutioneller Investor leiht Vonovia 50 Mio. Euro für sieben Jahre zu "attraktiven Konditionen", wie das Unternehmen mitteilt. Nach Informationen der Immobilien Zeitung handelt es sich beim Kreditgeber um eine Pensionskasse. Für die Platzierung des unbesicherten Schuldscheindarlehens nutzte Vonovia nicht, wie es am Kapitalmarkt üblich ist, eine Bank, sondern den Onlinemarktplatz firstwire. Dadurch konnte die Emission schneller und kostengünstiger abgewickelt werden, begründet Vonovia den Schritt.

Bei firstwire können Unternehmen Finanzierungsgesuche einstellen. Anschließend findet ein Matching mit den auf der Plattform angeschlossenen Investoren statt. Die Geschäftsanbahnung hat nach Angaben von Vonovia nur wenige Tage gedauert.

Das Unternehmen bezeichnet die Schuldscheinpremiere über firstwire als einen Testpiloten im Rahmen der Digitalisierung der Finanzierungsstrategie. Geplant sind weitere digitale Emissionen von Fremdkapital. "Unser Ziel ist es, bei der Fremdkapitalbeschaffung die Kosten zu verringern und bankenunabhängiger zu werden", erklärt Thorsten Arsan, Leiter Corporate Finance bei Vonovia. Zum 30. Juni 2019 betrug das ausstehende Fremdkapitalvolumen 20,5 Mrd. Euro.

Bei der Emission des ersten Schuldscheins scheint die Zielvorgabe vollends geglückt zu sein: Die Verzinsung liege "deutlich" unter dem Durchschnittszins der gesamten Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von 1,7%. Auch wenn sich Vonovia nun verstärkt Kapital per Schuldscheindarlehen beschaffen will, stehen Anleihen weiterhin hoch im Kurs. Vergangene Woche wurde ein Papier mit einem Volumen von 1 Mrd. Euro, unterteilt in zwei Tranchen zu je 500 Mio. Euro mit Laufzeiten von zehn und 15 Jahren und Zinskupons von 0,5% bzw. 1,125% p.a., platziert.

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