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Märkte | 12.09.2019

Aus IZ37/2019, S. 4

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:

Finanzierer fokussieren sich auf Peripherie-Wohnungen

Auf dem SRC Forum in Frankfurt zeigen viele Immobilienfinanzierer, dass sie Investitionen in den deutschen Wohnungsmarkt in B- und C-Lagen für attraktiv halten wie selten zuvor.

Für die österreichische Investmentgesellschaft S Immo ist klar: Wohnimmobilien in Deutschlands zweiter Reihe bieten ein immer höheres Investitionspotenzial. "Berlins Speckgürtel beispielsweise ist für uns immer interessanter", sagte CEO Ernst Vejdovszky auf einer internationalen Investorenkonferenz in Frankfurt, veranstaltet unter anderem vom Aktienanalysehaus SRC. Das gelte selbst dann, wenn auf dem Grundstück beispielsweise noch gar kein Baugebiet ausgewiesen sei. Ansonsten sieht er attraktive Investitionsmöglichkeiten in Erfurt, Leipzig oder Kiel.

Auch der Immobilienentwickler Consus - bislang klar fokussiert auf hiesige Premiumlagen - hat die Attraktivität von B-Städten erkannt. "Wir setzen derzeit beispielsweise auf Karlsruhe und verstärkt auf institutionelle Investoren als Kaufinteressenten", sagte der Vorstandschef des Berliner Unternehmens, Andreas Steyer. Nach wie vor halte er Forward-Sales für ein gutes Mittel. In Rage bringen den Consus-Chef, wie viele der anderen Teilnehmer auch, die Enteignungsdebatten und der Berliner Mietendeckel. "Das verschärft den Mietenirrsinn", beklagt Steyer. Investoren ließen die Wohnungen möglicherweise vermehrt leer stehen, wenn diese bei einer Weitervermietung ihre Kosten nicht hereinkriegen könnten. "Unser Geschäftsmodell, das Luxussegment außen vor zu lassen, wird weiterhin gefragt bleiben", ist sich Steyer sicher.

Das Frankfurter Unternehmen Coreo, das in den vergangenen Jahren ebenfalls Wohnungsprojekte in deutschen Ballungsräumen im Visier hatte, scheint ebenfalls ein Faible für die Peripherie entdeckt zu haben. Vorstand Marin Marinov berichtete von Investments im thüringischen Bad Köstritz und in der südniedersächsischen Universitätsstadt Göttingen. Hier liege die Bruttoanfangsrendite bei 12,5%. "Die 430 Apartments mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von etwa 32 m2 haben ein hohes Wertschöpfungspotenzial", findet Marinov.

Und generell sei beim Thema Mikroliving sogar noch Luft für weitere Flächenreduktion, findet Wüest-Partner-Geschäftsführer Rüdiger Hornung und verglich das Wohnen der Zukunft glatt mit der Größe seiner Segelyacht. Die biete schließlich auch relativ viel Luxus auf kleinem Raum.

Schon lange jenseits der Toplagen angesiedelt ist derweil der Schweizer Bestandshalter Peach Property Group. Hier liegt der Fokus auf dem Ruhrgebiet, Kaiserslautern, Westfalen und Nordhessen. "Im vergangenen Jahr haben wir ein Rekordergebnis erzielt", freut sich CEO Thomas Wolfensberger. Er möchte die aktive Betreuung von Mietern weiter ausbauen. Schon jetzt wird mehr als die Hälfte des Bestands, über 4.800 Wohnungen, durch sogenannte Mieterläden in zentralen Innenstadtlagen betreut.

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