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Projekte | 05.09.2019

Aus IZ36/2019, S. 35

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

Zoff um den geplanten Karstadt-Neubau

Quelle: David Chipperfield Architects
Mit Visualisierungen wie dieser wirbt Signa um die Akzeptanz für den Karstadt-Neubau.

Quelle: David Chipperfield Architects

Berlin. Damit hatte man bei Signa wohl nicht gerechnet. In der vergangenen Woche erteilte der zuständige Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg den Plänen zum Abriss und Neubau des Karstadt am Hermannplatz eine Absage.

Dass es in Berlin dieser Tage nicht ausreicht, mit hübschen Visualisierungen für ein Vorhaben zu werben, wissen die Entwickler von Signa Real Estate spätestens, seit sie ihre Pläne für die Neubebauung des Karstadt-Grundstücks am Kurfürstendamm im Baukollegium vorgestellt haben (siehe "Signa will Hochhäuser statt Shoppingmall, IZ 49/18). Komplett neu gestalten will Signa auch das Areal von Karstadt am Hermannplatz. In diesem Fall stand der monumentale, von 1927 bis 1929 errichtete Kaufhausbau Pate für den Fassadenentwurf von Chipperfield Architects. Hinter der historischen Fassade soll es künftig nicht nur ein Warenhaus von Karstadt, sondern auch Büros, ein Hotel und Wohnungen geben.

Bezirksbaustadtrat Florian Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte dem Entwickler Ende vergangener Woche, dass "keine Planerfordernis" bestehe. Im Klartext heißt das, dass der Bezirk das für den Neubau notwendige Bebauungsplanverfahren nicht einleiten will. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die dominante Kubatur des Neubaus, der wie einst auf den 32 m hohen Sockel noch zwei 24 m hohe Türme erhalten soll, die kleinteilige Struktur des Quartiers sprengen werde. Zudem stehe der Rückgriff auf das historische Haus nicht im Zusammenhang mit der Nutzung. Während das Gebäude vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als Warenhaus diente, soll es nun eine Mixed-Use-Immobilie werden. Das lehnt der Bezirk ab, befürwortet aber gleichwohl eine Entwicklung und Modernisierung des Bestandsgebäudes im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Hermannplatzes. Signa zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht und will weiter an den ursprünglichen Plänen festhalten.

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