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Transaktionen | 05.09.2019

Aus IZ36/2019, S. 33

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Die Jägerhofkaserne wird zum Wohnquartier

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Dagmar Lange
Blick auf einen Teil der Bestandsgebäude und den Kaminturm. Künftig verschwinden Autos in der Tiefgarage.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Dagmar Lange

Ludwigsburg. Aus der einstigen Jägerhofkaserne soll ein innerstädtisches Wohnquartier werden. Die Bima hat das Areal samt Gebäuden an die städtische Gesellschaft Wohnungsbau Ludwigsburg verkauft. Etwa 150 Wohnungen sollen entstehen.

Das ehemalige Kasernenareal der Bundeswehr ist die letzte große innerstädtische Brachfläche, die noch reaktiviert werden kann. Die städtische Gesellschaft Wohnungsbau Ludwigsburg (WBL) hat nach langen Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die Jägerhofkaserne an der Alt-Württemberg-Allee erworben. Bei der symbolischen Schlüsselübergabe zeigte sich Andreas Veit, Vorsitzender der WBL-Geschäftsführung, glücklich, nun "unserem Sozialauftrag nachkommen zu können". "Für jede öffentlich geförderte Wohnung gibt es eine Kaufpreisminderung in Höhe von 25.000 Euro", erläutert Michael Scharf von der Bima.

Doch bis die neuen Wohnungen fertiggestellt sind, wird es voraussichtlich Ende 2023 werden. Die historischen Kasernengebäude auf dem 12.000 m2 großen Grundstück sollen großteils erhalten werden, dazu kommen sechs neue Punktgebäude. Insgesamt sind 149 Wohnungen geplant, 70 davon als öffentlich geförderte Mietwohnungen. "Ca. 73% der Fläche sind für Wohnen bestimmt", betont WBL-Projektmanager Achim Eckstein. Zu den rund 12.000 m2 Wohnfläche kommen noch etwa 5.000 m2 für Gewerbe. Neben Flächen für Büros sind auch eine Kita und ein Tagescafé vorgesehen. Unter der jetzigen Parkfläche zwischen den Gebäuden entsteht eine Tiefgarage mit 215 Stellplätzen. Dafür müssen 13 Platanen umziehen, zehn davon sollen nach Abschluss der Bauarbeiten wieder an ihren alten Standort zurückkehren.

Der Siegerentwurf für das Areal stammt aus dem bereits 2017 durchgeführten städtebaulichen Wettbewerb, den das Architekturbüro Hähnig Gemmeke aus Tübingen gewonnen hatte. Die historischen Mannschaftsgebäude aus den Jahren 1894 bis 1903 sollen erhalten bleiben und die unter Putz versteckte Ziegelfassade wieder sichtbar werden. Die 1937/38 ergänzten Mittelbauten und Satteldächer werden abgerissen und teils durch Neubauten und Dachaufstockungen ersetzt. Die im Dachgeschoss aufgesetzten Neubauten in Leichtbauweise sollen sich durch eine Fuge vom historischen Bestand absetzen und werden mit einer weißen Putzoberfläche bewusst einen Kontast zu diesem bilden. Im Innenhof entstehen sechs fünfgeschossige Punkthäuser.

Zum Bestand gehört auch ein in den 1960er Jahren für die Bundeswehr errichteter Betonbau, den die WBL bereits vor einigen Jahren erworben hatte und der bis vor drei Jahren von der DRK genutzt wurde. Die Architekten sehen eine Entkernung des Gebäudes vor, eine Aufstockung und einen neuen Anbau. In diesem Gebäude soll auch die Kita unterkommen.

Abgerissen wird ebenso das separat stehende ehemalige Heizwerk samt Turm. "Mit dem Rückbau der nicht historischen Bestandsgebäude soll Anfang 2020 begonnen werden", so Eckstein. Die energetische Versorgung des Quartiers wird über Fernwärme aus einem Biomasse-Heizkraftwerk erfolgen. Zu den Kosten der gesamten Baumaßnahme will sich Veit derzeit nicht äußern, erst mal müsste die Planung konkretisiert werden. 2017 standen 50 Mio. Euro im Raum.

Transaktion: Ludwigsburg, Hindenburgstraße 47

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