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Märkte | 05.09.2019

Aus IZ36/2019, S. 15

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Knapp wütet gegen Amazon

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug
Laden von New Yorker in Wiesbaden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug

Friedrich Knapp lässt in einem Interview erneut Dampf ab. "Wenn bald alle neben mir sterben, brauche ich dann überhaupt noch selbst einen Laden?", fragt sich der New-Yorker-Chef. Nachdem er 2014 Primark kritisiert hatte, trifft sein Zorn jetzt Amazon.

Friedrich Knapp, Gründer und Inhaber der Young-Fashion-Kette New Yorker, wirft Amazon Verstöße gegen das Textilkennzeichnungsgesetz vor. Man habe 20 Käufe auf dem Amazon-Marktplatz getätigt, kein einziges Kleidungsstück habe den Bestimmungen entsprochen. Er werde nun rechtlich gegen Amazon vorgehen, sagte er in einem Interview mit dem Fachmagazin TextilWirtschaft (TW). "Einstweilige Verfügung, Abmahnung, alles, was das Rechtssystem so hergibt." Der TW zufolge hat Knapp bereits einmal wegen Plagiaten auf der Amazon-Plattform gegen Amazon prozessiert und gewonnen.

Knapp fordert andere Modehändler auf, ebenfalls gegen Amazon vorzugehen. "Amazon hat wahnsinnig hohe Wachstumsraten im Textilbereich, das trifft fast alle anderen Einzelhändler auch. Was glauben Sie, warum ein erfolgreiches Unternehmen wie P&C Filialen schließen muss? Ich verrate es Ihnen: weil der Wettbewerb immer unfairer wird." Leider fühlten sich die meisten Unternehmer "ohnmächtig" gegenüber Amazon.

Für Knapp ist es das zweite Interview mit der TW, in dem er Dampf ablässt. 2014 hatte er schon einmal mit dem Blatt gesprochen und namentlich Primark kritisiert ("Nie wieder Mode", IZ 28/14). "Primark verändert Lagen. Wenn man selbst einen Laden in der Nähe hat, ist der Effekt positiv. Wenn man weiter weg ist, ist das schlecht. Letztlich trifft Primark alle. Irgendwo müssen die 25 Mio. bis 50 Mio. Euro, die eine Filiale pro Jahr umsetzt, ja herkommen. Schön wäre es, wenn Deutschland von diesen Gewinnen profitieren würde", sagte er damals.

Friedrich Knapp spricht nicht nur als Händler, sondern auch als Eigentümer innerstädtischer Handelsimmobilien. 2013 kaufte er z.B. Karstadt-Häuser in Braunschweig und Hannover. New Yorker hat zuletzt Mietverträge in Bielefeld, Husum und Hof abgeschlossen.

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