Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 05.09.2019

Aus IZ36/2019, S. 7

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
  • Personen:
    Horst Seehofer, Markus Eltges
  • Immobilienart:
    Wohnen, Infrastruktur

"Inkar" liefert Daten zur regionalen Entwicklung

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat seinen Online-Atlas Inkar aktualisiert. Er enthält mehr als 700 Indikatoren zur regionalen Entwicklung.

In den Landkreisen Erding (19,3) unweit von München, Cloppenburg (19,1) zwischen Osnabrück und Oldenburg sowie Dachau (17,1), wiederum bei München, wurden im Jahr 2017 bezogen auf je 1.000 Bestandswohnungen so viele zusätzliche Wohnungen wie sonst nirgendwo in Deutschland fertiggestellt. Das geht aus den Daten hervor, die das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für seinen Online-Atlas Inkar zusammengetragen hat. Inkar steht kurz für Indikatoren und Karten zur Stadt- und Raumentwicklung und wurde im Zuge der Arbeit an der Regierungskommission Gleichwertige Lebensverhältnisse aktualisiert.

Das System liefert nun Daten zu 700 Indikatoren, angefangen bei der Entwicklung der Baupreise oder der Bautätigkeit über die medizinische und soziale Versorgung einzelner Regionen bis hin zur Siedlungsstruktur. Neu ist zudem die Möglichkeit, sich über ein sogenanntes Zentrale-Orte-Monitoring die Infrastrukturausstattung in Gemeinden mit zentralörtlicher Bedeutung anzeigen zu lassen, die für die Versorgung der Menschen in den umliegenden Orten wichtig sind.

Auf Ebene der Gemeinden werden fast 100 Indikatoren untersucht. Dabei handelt es sich etwa um "die Ausstattung mit Krankenhäusern, Apotheken, Schulen, Finanzämtern oder Polizeidienststellen". Eine weitere Rolle spielt die Erreichbarkeit zentraler Orte und Einrichtungen. Das BBSR sieht in Inkar einen Beitrag zur bundespolitischen Debatte über gleichwertige Lebensverhältnisse. "Gleichwertigkeit setzt Kenntnisse der realen Verhältnisse in den Städten, Landkreisen und Regionen voraus", sagt BBSR-Leiter Markus Eltges. Dabei solle Inkar helfen.

Vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die ersten Ergebnisse der Kommission vorgestellt, die sich mit der Angleichung der Lebenschancen in strukturschwachen und strukturstarken Regionen beschäftigt hat.

Dabei ging er allerdings lediglich auf die Sicht des Bundes ein. Präsentiert wurde ein Zwölf-Punkte-Plan, zu dem etwa Veränderungen bei der Städtebauförderung, die Schaffung mehr sozialen Wohnungsbaus und die wirtschaftliche Stärkung ländlicher Regionen zählen. Eine Rolle spielen soll auch die gezielte dezentrale Ansiedlung von Einrichtungen des Bundes. Zudem ist die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse als dauerhafte Richtschnur bei allen politischen Entscheidungen auf Bundesebene ein wichtiger Aspekt.

Mit den Ländern und Kommunen soll der Dialog nach der parlamentarischen Sommerpause fortgesetzt werden, um zu weiteren konkreten Maßnahmen zu gelangen, so der Plan des Bundes.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!