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Märkte | 05.09.2019

Aus IZ36/2019, S. 3

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    JLL
  • Organisationen:
    Institut für Wirtschaftsforschung (ifo)
  • Personen:
    Helge Scheunemann
  • Immobilienart:
    Büro

ifo-Index zeigt sinkenden Büroflächenumsatz an

Das ifo-Beschäftigungsbarometer hat sich nach Erfahrung des deutschen JLL-Chefresearchers Helge Scheunemann als treffsicherer Frühindikator für die Entwicklung am deutschen Büromarkt bewährt. Das ist kein gutes Omen für die Entwicklung des Vermietungsumsatzes.

Mit dem Beschäftigungsbarometer bildet das ifo Institut die Bereitschaft deutscher Unternehmen zu Neueinstellungen ab. Der Index zeigt etwa seit Jahresbeginn 2019 eine stetige Abwärtsbewegung. Im Januar lag der Zählerstand bei 103 Punkten, bis August sank er auf 98,1. Hauptursache war das verarbeitende Gewerbe, dessen Einstellungsbereitschaft im März in den Negativbereich rutschte. Im Sommer war hier das Klima schon fast so schlecht wie im Herbst 2008.

"Rein statistisch gesehen gilt: Verliert der Index 5%, sinkt der Büroflächenumsatz um 10%", so Scheunemanns Erfahrung aus der Vergangenheit. Der Rückgang des ifo-Index in der ersten Jahreshälfte 2019 sei so stark ausgefallen wie seit 2009 nicht mehr. Der Researcher erwartet daher für das laufende Jahr ein Umsatzminus in den sieben Bürohochburgen Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Köln, Düsseldorf und Stuttgart um rund 4%. Dass es in der JLL-Prognose nur 4% sind und keine 10%, führt Scheunemann auf die Tatsache zurück, dass im ifo-Index nicht nur die traditionelle Bürohauptnachfragergruppe Dienstleistungssektor enthalten ist, sondern eben auch das verarbeitende Gewerbe, der Handel und der Bau. Außerdem bestehe trotz der abkühlenden Konjunktur weiterhin ein Nachfrageüberhang nach Büroflächen.

Doch auch der Dienstleistungssektor ist seit diesem Monat ins Rutschen gekommen. Das Verhältnis von einstellungswilligen Firmen zu denen, die künftig mit weniger Beschäftigten planen, hat sich deutlich verschlechtert. Scheunemann: "Für den Jahresbeginn 2020 deutet sich ein weiteres Abflauen der Büroflächennachfrage an."

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