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Projekte | 29.08.2019

Aus IZ35/2019, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Baustart für den SDK-Campus

Urheber: Sacker Architekten GmbH/rendertaxi
Blick auf den künftigen Eingangsbereich der SDK-Hauptverwaltung.

Urheber: Sacker Architekten GmbH/rendertaxi

Fellbach. Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) errichtet eine neue Hauptverwaltung mit 26.000 m2 Bürofläche neben ihrer bestehenden Zentrale. Die Freiflächen sollen einen Parkcharakter erhalten. Das Bestandsgebäude mietet das Statistische Landesamt an.

Mit einem symbolischen Spatenstich hat diesen Monat die SDK den Baubeginn ihrer neuen Zentrale eingeläutet. Für etwa zwei Jahre wird an der Lise-Meitner-Straße eine Großbaustelle sein. Denn der Gebäudekomplex soll genug Platz für rund 500 Mitarbeiter der privaten Krankenkasse bieten.

Gewinner der Mehrfachbeauftragung ist das Büro Sacker Architekten aus Freiburg. In der Wettbewerbsjury saß auch Fellbachs Baubürgermeisterin Beatrice Soltys. Das Architekturbüro sieht eine Unternehmenszentrale vor, die sich in drei Gebäudeteile gliedert. Durch unterschiedliche Geschosshöhen soll der Bezug zur umgebenden Bebauung hergestellt werden.

Den markanten Eingangsbereich bildet ein sechsgeschossiger Gebäudeteil, der über den Vorplatz hinausragt. Die weiteren Gebäudeteile werden drei- beziehungsweise viergeschossig angeschlossen. Insgesamt sollen oberirdisch etwa 12.500 m2 und unterirdisch 11.500 m2 Bruttogrundfläche entstehen.

Die beiden Untergeschosse sind für die technischen Einrichtungen und für eine Tiefgarage vorgesehen, die 300 Pkw-Stellplätze und 100 Fahrradstellplätze samt E-Ladestationen fasst. Im Erdgeschoss gibt es Platz für ein Konferenzzentrum, eine Mitarbeiterkantine, den Empfangsbereich und eine kleine Ausstellung zur Geschichte der SDK. Ein Großteil der Fassade im Erdgeschoss kann zum begrünten Innenhof hin geöffnet werden und ermöglicht so eine flexible Einbeziehung der Außenflächen für die hauseigene Gastronomie und den Tagungsbereich.

Ab dem ersten Obergeschoss beginnen die Büronutzungen. Die Innenarchitekten der Partner AG aus Offenburg sehen ein offenes Raumkonzept vor. Dabei wechseln sich kommunikative Begegnungsplätze mit kleineren und größeren Büroräumen ab, um so für individuelle Arbeitsanforderungen die jeweils beste Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Die soll auch durch zwei Dachterrassen, jeweils auf dem dritten und dem fünften Obergeschoss, befördert werden.

Sacker Architekten sieht für den Neubau eine energetische Versorgung über Geothermie vor, die zu 90% für die notwendige Wärme bzw. Kühlung sorgen soll. Für die restliche Energieversorgung wird ein Gas-Blockheizkraftwerk aufkommen, das auch die Bestandsgebäude mitversorgt, die bislang jeweils einen eigenen Brennwertkessel haben. Nachhaltig ist auch die Fassade aus keramischen Elementen geplant, die eine vertikale Profilierung strukturiert. Architekturkeramik ist deutlich nachhaltiger als eine Putzfassade, die Elemente können leicht ausgetauscht und gereinigt werden.

Luz Landschaftsarchitektur aus Stuttgart plante die parkähnlichen Außenanlagen. Ovale Grünflächen mit Baumbepflanzungen sollen den Auftakt zur Hauptverwaltung bilden, weitere Grünflächen von den Mitarbeitern genutzt werden und ein Wallrücken den Campus zur Nachbarschaft abgrenzen.

Der Umzug in den Neubau ist für 2022 vorgesehen. Der Nachmieter für die benachbarte bisherige Zentrale am Raiffeisenplatz 5 steht bereits fest: Nach Modernisierungen zieht das Statistische Landesamt Baden-Württemberg von Stuttgart nach Fellbach um.

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