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Projekte | 29.08.2019

Aus IZ35/2019, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Am Heidelberger Europaplatz rollen bald die Bagger

Quelle: Gustav Zech Stiftung
Blick vom Bürokomplex über den Europaplatz zum Atlantic-Hotel und einem Wohngebäude.

Quelle: Gustav Zech Stiftung

Heidelberg. Im jungen Stadtteil Bahnstadt stehen prestigeträchtige Vorhaben an. Dazu gehört die Entwicklung am künftigen Europaplatz durch die Gustav Zech Stiftung, die ein Quartier mit fünf Gebäuden plant.

Der nächste Schritt zur Weiterentwicklung des neuen Stadtteils südlich des Hauptbahnhofs beginnt diesen Herbst. Noch sieht man vom Hauptbahnhof Richtung Bahnstadt nur eine eingezäunte öde Fläche, doch bis in vier Jahren soll am Bahnhofsvorplatz Süd ein neues Stadtentree entstehen.

Die Pläne dazu lieferte das Berliner Büro Winking Froh Architekten, mit dessen Konzept die Gustav Zech Stiftung aus Bremen 2017 den Wettbewerb zur Bebauung des Bahnhofsvorplatzes Süd gewonnen hat. Die Stiftung plant zwischen dem Hauptbahnhof und dem Czernyring auf zwei Baufeldern ein Hotel, ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus sowie drei weitere Gebäude für Büros, Dienstleistungen, Geschäfte und Gastronomie. Und dies in herausragender Lage am Übergang von der Innenstadt über den Bahnhof in die Bahnstadt. Das rund 300 Mio. Euro teure Projekt soll ein Hotspot der städtebaulichen Entwicklung werden.

Auf den zusammen 24.000 m2 großen Grundstücken wird der optische Mittelpunkt das markante, elfgeschossige Vier-Sterne-plus-Konferenzhotel sein, das direkt gegenüber dem geplanten Konferenzzentrum liegen wird. Mittlerweile steht fest, dass das Hotel von der Atlantic-Hotel-Group betrieben wird, die damit erstmals nach Süddeutschland vordringt. Die Atlantic-Hotels gehören zur Zech Hotel Holding. Das Haus soll über etwa 300 Zimmer verfügen.

Direkt neben einer Schmalseite des Hotelneubaus entsteht ein Doppelgebäude, hauptsächlich für Büronutzungen. Die Flächen teilen sich auf in 33.000 m2 für Büros und 4.000 m2 für Einzelhandel und Gastronomie. Der Bürokomplex soll eine Gold-Zertifizierung der DGNB erhalten. Für die Vermietung der Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen ist die Immobilienabteilung der Sparkasse Heidelberg zuständig.

Auf der anderen Seite des Hotels errichtet die Stiftung zwei trapezförmige Gebäude mit begrünten Innenhöfen. Sie bieten auf insgesamt 8.000 m2 Platz für 105 Mietwohnungen. 29 Wohneinheiten werden als geförderte Wohnungen angeboten. Das entspricht 20% der Wohnfläche. Auch dort sind die Erdgeschossflächen für Einzelhandels- oder gastronomische Nutzungen eingeplant.

Rund 900 Stellplätze für Autos entstehen in einer zweigeschossigen Tiefgarage, 160 davon sollen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Bei den Fahrradstellplätzen wird das Verhältnis von öffentlicher und Mieternutzung gerade umgekehrt sein. In der Universitätsstadt sollen etwa 1.000 Fahrradstellplätze öffentlich genutzt werden können, 870 sind für die Mieter vorgesehen.

Der Bebauungsplan für das Gebäudeensemble wurde diesen Mai vom Gemeinderat beschlossen. Noch diesen Herbst möchte die Gustav Zech Stiftung mit den Bauarbeiten für die zusammen fast 124.000 m2 Bruttogrundfläche beginnen, denn der Zeitplan für die Baufertigstellung ist ambitioniert: Im Herbst 2022 soll sie gefeiert werden. Wie für die Bahnstadt obligatorisch, wird auch das Zech-Projekt in Passivhausbauweise realisiert.

Die Baupläne am Europaplatz stellen auch eine logistische Herausforderung dar. Denn 2021 soll das Konferenzzentrum am Czernyring fertiggestellt sein, in das die Stadt rund 45 Mio. Euro investiert. Der Entwurf dafür stammt vom Baseler Büro Degelo Architekten. Erst wenn diese Gebäude stehen, kann das Büro Pola Landschaftsarchitekten, Berlin, mit der anschließenden Gestaltung des Europaplatzes beginnen. Das Büro hatte den freiraumplanerischen Wettbewerb 2018 gewonnen.

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