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Märkte | 29.08.2019

Aus IZ35/2019, S. 13

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

England vor Deutschland

Der Geldumsatz mit Einzelhandelsimmobilien ist in Europa im ersten Halbjahr 2019 stark gesunken. Die größten Deals fanden in England statt.

In Europa wurden im ersten Halbjahr 2019 Handelsimmobilien für 14,6 Mrd. Euro ge- und verkauft. Das sind 37% weniger als im ersten Halbjahr 2018. Weltweit sank der Geldumsatz um rund 20% auf 54,2 Mrd. Euro. Diese Zahlen nennt das Maklerunternehmen JLL. Die Gründe für den Rückgang seien die "Transformation des Handels" und das "wirtschaftliche Klima" weltweit. "Speziell in Europa kommt ein Mangel an hochwertigem Angebot hinzu sowie teilweise unterschiedliche Erwartungen auf der Verkäufer- und der Käuferseite", heißt es von JLL. Es seien aber "einige größere Deals in der Pipeline", sagt Sandra Ludwig, Chef der Investmentsparte Einzelhandel Deutschland.

Umsatzstärkster Markt in Europa war Großbritannien mit einem Investmentvolumen von 3,3 Mrd. Euro (-18%). Es folgt Deutschland mit 3,25 Mrd. Euro (-27%). Im vergangenen Jahr hatte die Bundesrepublik noch an der Spitze gestanden. JLL hat die Übernahme von Kaufhof durch Signa nicht in die Umsatzstatistik einbezogen, da es sich dabei im Kern nicht um eine Immobilientransaktion, sondern eine Firmenübernahme handle. Die Zahl der erfassten Transaktionen verringerte sich von 337 auf 308. In die Statistik flossen Deals aus 25 europäischen Ländern ein, darunter auch Russland und die Türkei.

Stärkste Assetklasse im ersten Halbjahr 2019 waren Shoppingcenter mit einem Marktanteil von 29% am Geldumsatz. 2014 lag ihr Anteil noch bei 54%. Es folgen Geschäftshäuser (28%) und Fachmarktzentren (22%) sowie Supermärkte und Discounter (13%). Fachmarktzentren lagen in den ersten sechs Monaten 2018 noch bei einem Marktanteil von nur 13%, Supermärkte/Discounter bei 9%.

Größte europäische Immobilientransaktion im Handelsbereich war der Kauf von zwölf Sainsbury‘s-Supermärkten in England durch den US-Investor Realty Income Corporation. Verkäufer war ein Joint Venture aus British Land und Sainsbury‘s. 490 Mio. Euro waren dafür fällig. Ebenfalls großvolumig: die 50%-Beteiligung von Cale Street Partners am Einkaufszentrum Intu Derby. Hinter Cale stehen Investoren aus Kuwait.

Transaktion:
Transaktion: , London Road

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