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Märkte | 29.08.2019

Aus IZ35/2019, S. 9

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD), Bundesministerium der Finanzen
  • Personen:
    Jürgen Michael Schick

Bayern bekam den dicksten Batzen

Quelle: pixabay.com, Urheber: Heinz_Hofmann_Photography
In Bayerns Immobilien flossen 2018 stolze 54,6 Mrd. Euro.

Quelle: pixabay.com, Urheber: Heinz_Hofmann_Photography

272 Mrd. Euro - so viel Geld haben private und gewerbliche Käufer 2018 in den deutschen Immobilienmarkt gepumpt. Das hat der Maklerverband IVD auf der Grundlage des vom Bundesfinanzministerium erhobenen Aufkommens der Grunderwerbsteuer errechnet.

Nicht in der IVD-Berechnung enthalten sind allerdings alle Immobilientransaktionen, bei denen keine Grunderwerbsteuer angefallen ist. Unter anderen also zum Beispiel die umstrittenen Share-Deals, bei denen nicht direkt Immobilien, sondern Anteile an Immobilien haltenden Gesellschaften transferiert werden. Das löst unter bestimmten Bedingungen keine Grunderwerbsteuer aus.

Die vom IVD mit dieser Methodik errechneten 272 Mrd. Euro für 2018 bedeuten im Vorjahresvergleich einen Anstieg von 7,1% (2017: 5,6%) Die Steigerungsrate des Jahres 2016 mit 9,6% wurde jedoch nicht erreicht. Betrachtet nach Bundesländern entfiel der größte Batzen auf Bayern: Hier flossen 54,6 Mrd. Euro in Immobilien - das war fast jeder fünfte hierzulande in Gebäude investierte Euro. Das dickste Plus wurde mit 37,8% in Thüringen (3,1 Mrd. Euro) verbucht. Zweistellig wuchsen auch Hamburg (plus 24,4% auf 12,6 Mrd. Euro), Hessen (plus 12,4% auf 26 Mrd. Euro) und Sachsen-Anhalt (plus 11,5% auf 3,7 Mrd. Euro).

Angesichts der schwankenden, aber anhaltenden Steigerungsraten sieht der IVD "spätestens 2020 das Durchbrechen der Schallmauer von 300 Mrd. Euro" voraus - wenn nicht "Debatten um Enteignungen und Mietendeckel" den "guten Ruf Deutschlands" als "einen der sichersten Investitionsstandorte" weiter schädigen. Diese Themen seien "Gift für den Transaktionsmarkt", sagt IVD-Präsident Jürgen Michael Schick.

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