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Politik | 29.08.2019

Aus IZ35/2019, S. 4

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Caritas, Deutscher Mieterbund (DMB), Pestel-Institut, IG Bau
  • Immobilienart:
    Wohnen

10 Mrd. Euro fürs Wohnen

Einen "Akutplan für soziales und bezahlbares Wohnen" verlangen der Deutsche Mieterbund, die Caritas, die IG Bau sowie Baufachverbände gemeinsam mit dem Pestel-Institut.

Bei einer Pressekonferenz in Berlin forderten die Organisationen des Bündnisses für Soziales Wohnen von der Regierung massive Zahlungen: Bis 2030 müsse es in Deutschland wieder 2 Mio. Sozialwohnungen geben. Dafür sei der Neubau von mindestens 80.000 pro Jahr notwendig. Aktuell sind es nur etwa 26.000. Zusätzlich müssten noch einmal jährlich 75.000 bestehende Wohnungen durch den Kauf von Belegrechten für die Preisbindung erhalten werden. Der Staat müsse seine Förderung somit deutlich erhöhen, und zwar von zuletzt 2,4 Mrd. Euro auf dann 6,3 Mrd. Euro pro Jahr. Bei den Ländern sei eine Erhöhung um das 3,5fache notwendig. Ein "absolutes Tabu" müsse es sein, Geld für den sozialen Wohnungsbau "im Landeshaushalt versickern zu lassen".

Für den Wohnungsbau auf dem freien Markt müsse der Staat mindestens 3 Mrd. Euro pro Jahr bewilligen. Es sei notwendig, die neue Sonder-AfA für bezahlbaren Wohnraum über zehn Jahre hinweg in Höhe von insgesamt 4,5% zu gewähren und anschließend in Höhe von 3% pro Jahr bis zur vollständigen Abschreibung. Zudem müsse eine lineare Abschreibung von 2% auf 3% ohne zeitliche und regionale Begrenzung für alle Mietwohnungen zum Standard werden.

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