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Märkte | 22.08.2019

Aus IZ34/2019, S. 23

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Der Tafelhof dominiert den Markt

Quelle: Hubert Haupt Immobilien Holding, Urheber: formstadt architekten gmbh
Das Tafelhofpalais vereinte im ersten Halbjahr mit Abstand die größte Vermietung und die größte Transaktion auf dem Nürnberger Markt.

Quelle: Hubert Haupt Immobilien Holding, Urheber: formstadt architekten gmbh

Nürnberg. Der Büromarkt in der fränkischen Metropole hat ein gutes erstes Halbjahr hinter sich. Doch es mangelt an modernen Büros. Die Spitzenmiete steigt erstmals seit Jahren wieder leicht an.

Der Nürnberger Büromarkt bleibt auf Expansionskurs. In den ersten sechs Monaten wurden bereits 47.000 m² Büroflächen vermietet. Das entspricht einem Plus von rund 40% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Einen großen Anteil daran hatte der Abschluss des Coworkinganbieters Design Offices. Das Unternehmen mietete knapp 10.000 m² im neuen Tafelhofpalais am Hauptbahnhof. Da Julia Schreiter vom Nürnberger JLL-Büro für dieses Jahr noch weitere Großanmietungen erwartet, dürfte sich das Vermietungsvolumen bei Büros am Jahresende auf gut 85.000 m² summieren. Das wäre das drittbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. Nur in den Rekordjahren 2016 (142.000 m²) und 2017 (138.000 m²) wurde in Nürnberg mehr vermietet.

Nach wie vor fehlen in Nürnberg nach Einschätzung von JLL aber qualitativ gute Flächen. Nur 14% der Neuvermietungen fanden in Büros mit erstklassiger Ausstattung statt. Da die Nutzer deshalb auch auf schlechter ausgestattete Büros zurückgriffen, sank die Leerstandsquote in den vergangenen zwölf Monaten auf 2,1%. Damit sind gerade einmal 84.000 m² Bürofläche verfügbar. Die überwiegende Zahl dieser Büros habe jedoch nur eine durchschnittliche Ausstattung, erklärt JLL. "Hier muss Nürnberg deutlich nachbessern, um sich für international tätige Firmen als sinnvolle Ergänzung oder gar Alternative zu München anzubieten", fordert Schreiter.

Derzeit kommen aber nur wenige neue Flächen auf den Markt. Im ersten Halbjahr waren von den fertiggestellten Flächen gerade einmal 1.700 m² verfügbar. Ganze 17.600 m² wurden vor Baubeginn vermietet. Entspannung ist kurzfristig auch nicht in Sicht. Von den aktuell 103.500 m² im Bau sind rund 94% bereits vermietet.

Die Spitzenmiete ist daher nach gut eineinhalb Jahren Stagnation um 50 Cent auf 15,50 Euro/m² gestiegen. Allerdings ist die Bandbreite sehr groß. So werden in der Innenstadt auch Büroflächen für 8 Euro/m² angeboten.

Das knappe Gut Büroraum lässt Investoren weiter nach Nürnberg schauen. Laut JLL wurden in den ersten sechs Monaten Immobilien im Wert von ca. 480 Mio. Euro gehandelt. Allerdings macht der Kauf des Tafelhofs durch BMO Real Estate etwa die Hälfte dieses Volumens aus. Zu den weiteren größeren Transaktionen gehörte der Verkauf des Air Campus für rund 100 Mio. Euro an den Berliner Immobilieninvestor NAS Invest und des Gewerbekomplexes Ostendstraße 242 an die Fürther P&P Gruppe. Die Spitzenrendite sieht JLL stabil bei 3,85%.

Die Projektentwickler registrieren die Nachfrage, beobachtet Jürgen Hausmann, Investmentleiter bei Engel & Völkers Commercial in Nürnberg. In den ersten sechs Monaten seien überdurchschnittlich viele Grundstücke verkauft worden. So erwarb Alitus Capital Partners aus Erlangen etwa 14.000 m² im Nordostpark. In erster Linie wurden aber Areale für den Wohnungsbau gekauft. Neben der städtischen Wohnungsbaugesellschaft wbg, die Anfang des Jahres das rund 25.000 m² große Areal des ehemaligen Branntweinmonopols an der Äußeren Sulzbacher Straße erwarb, hat sich der Nürnberger Projektentwickler Schultheiß das 2,5 ha große frühere Areal des Möbelhändlers Krügel an der Deutenbacher Straße in Stein bei Nürnberg gesichert.

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