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Projekte | 22.08.2019

Aus IZ34/2019, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Mannheim
  • Projekte:
    Multihalle Mannheim
  • Organisationen:
    Bund Deutscher Architekten, Stadt Mannheim, Internationale Bauausstellung Heidelberg, Verein Multihalle Mannheim
  • Personen:
    Lothar Quast, Fritz Auer, Frei Otto, Georg Vrachliotis, Carlfried Mutschler, Peter Schmal
  • Immobilienart:
    Kulturbauten (Kino, Theater)

Rettung für Kulturerbe Multihalle

Quelle: Stadt Mannheim, Urheber: Daniel Lukac
Die Multihalle ist eine Architekturikone, die erhalten werden soll.

Quelle: Stadt Mannheim, Urheber: Daniel Lukac

Mannheim. Die Sanierung der Multihalle ist beschlossene Sache, verschiedene Fördertöpfe machen es möglich. Ein Ideenwettbewerb zeigt neue Nutzungsmöglichkeiten auf, die bis zur Buga 2023 umgesetzt sein sollen.

Die größte freitragende Holzgitterschalenkonstruktion der Welt steht seit 1998 unter Denkmalschutz, ist aber in schlechtem Zustand. Die zur Bundesgartenschau 1975 im Herzogenriedpark errichtete Multihalle ist weltweit einzigartig. Entworfen wurde der außergewöhnliche Bau vom Mannheimer Architekten Carlfried Mutschler. Der Pritzker-Preisträger Frei Otto schuf eine Dachkonstruktion, die die Halle zum architektonischen Meisterwerk macht. Im Sinne von Frei Otto soll sie wieder zu einem vielfach nutzbaren Raum werden und damit zu einem Symbol der zukunftsorientierten Mannheimer Stadtentwicklung. Mit dem Beschluss des Gemeinderats zur Sanierung sind die Weichen dafür gestellt.

Die Tragwerkssanierung und der Rückbau von Betoneinheiten verursachen Kosten in Höhe von rund 14,2 Mio. Euro. Der städtische Finanzierungsanteil liegt bei rund 9,2 Mio. Euro. Die Zusage des Gemeinderats war Voraussetzung für die Bundesförderung in Höhe von rund 5 Mio. Euro. Die Baugenehmigung zur Sanierung wird für Mitte kommenden Jahres erwartet.

Im vergangenen Jahr wurde zudem ein internationaler Architektenwettbewerb im Hinblick auf die künftige Nutzung der Multihalle durch den Verein Multihalle, den BDA Baden-Württemberg und die IBA Heidelberg ausgelobt. "Die Multihalle ist in den vergangenen drei Jahren zu einem Symbol für einen städtischen Transformationsprozess geworden", sagt Baubürgermeister Lothar Quast. Dies zeigte sich an der hohen Zahl der Wettbewerbseinreichungen: Bis zur Abgabefrist diesen Februar wurden 50 Entwürfe aus aller Welt eingereicht, von etablierten Architekten ebenso wie von Architekturabsolventen und Studierenden.

In mehreren Rundgängen wählte die Jury unter Vorsitz von Peter Schmal (Direktor des Architekturmuseums Frankfurt) und Georg Vrachliotis (Architekturtheoretiker am Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieurbau in Karlsruhe) zehn Arbeiten aus, die am zweiten Jurytag weiter diskutiert wurden. Schließlich wurden drei gleichwertige Preisträger - alles Gemeinschaftswerke - ausgewählt. "Im Laufe der Auseinandersetzung mit den eingereichten 50 Arbeiten wurde deutlich, dass das Wesen einer Kathedrale der Moderne - der spektakuläre Innenraum - auch in Zukunft das Herz der Halle sein sollte", erklärt Jurymitglied Fritz Auer, ein Zeitgenosse von Frei Otto und Mitbegründer des Architekturbüros Auer & Weber.

Jetzt soll mit den drei Preisträgergemeinschaften bis zur Buga 2023 ein "prozessorientiertes" Nutzungskonzept entwickelt und dieses möglichst in einem ersten Bauabschnitt realisiert werden. Um den Optimismus der Buga 1975 ins 21. Jahrhundert zu tragen.

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