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Märkte | 22.08.2019

Aus IZ34/2019, S. 21

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Offenbach am Main
  • Personen:
    Cornelia Jockisch, Paul-Gerhard Weiß
  • Immobilienart:
    Wohnen

Offenbacher Geldumsatz legt wieder zu

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Zu den gefragten Lagen am Offenbacher Immobilienmarkt zählt die Berliner Straße.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Offenbach. Im vergangenen Jahr hat der Immobilienmarkt in der Stadt am Main Luft geholt. Der Geldumsatz ging trotz steigender Grundstückspreise nach unten. Für 2019 hat der Offenbacher Gutachterausschuss aber bereits bessere Zahlen gesammelt.

In Offenbach wechselten im vergangenen Jahr Immobilien für insgesamt rund 774,1 Mio. Euro den Eigentümer. Damit wurden dem städtischen Gutachterausschuss zufolge 12,7 Mio. Euro weniger umgesetzt als im Jahr 2017. Der Anteil unbebauter Grundstücke am Geldumsatz nahm dabei um ganze 64% zu. "Das ist der höchste Wert seit 1994", berichtet Cornelia Jockisch, Vorsitzende des Gutachterausschusses. Der Trend, dass auf immer mehr Brachflächen in Offenbach Wohnungen entwickelt werden, habe sich fortgesetzt. Im Fokus der Bauherren liegen dabei unter anderem die Neubaugebiete Bieber-Nord und Bürgel-Ost.

Das hohe Interesse der Entwickler macht sich auch bei den Offenbacher Bodenpreisen bemerkbar. Grundstücke für den Geschosswohnungsbau wurden mit durchschnittlich 1.480 Euro/m² fast doppelt so teuer verkauft wie noch im Jahr zuvor (790 Euro/m²). Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Grundstücke für den Bau von Eigenheimen um moderate 5% auf einen Durchschnittswert von 460 Euro/m².

Der Markt der Neubaueigentumswohnungen verzeichnete einen Anstieg um 11% auf im Schnitt 4.238 Euro/m². Noch eine große Schippe drauflegen mussten Wohnungskäufer im Neubaugebiet im Hafen. Dort wurden im Schnitt 5.687 Euro/m² gezahlt.

Stärker als im Neubausegment stiegen mit 20% die Preise für Eigentumswohnungen im Wiederverkauf auf durchschnittlich 2.471 Euro/m². Dabei spielt das Baujahr der Wohnungen für die Preise eine untergeordnete Rolle. Allein bei Wohnungen, die älter als 70 Jahre sind, wurden mit 2.030 Euro/m² nennenswert niedrigere Preise gezahlt. Anders sieht die Situation bei den Doppel- und Reihenhäusern aus. Während diese mit Baujahr 1965 für 2.351 Euro/m² den Eigentümer wechselten, waren für Immobilien mit dem Baujahr 2010 4.143/Euro/m² zu berappen.

Mehrfamilienhäuser legten auf 2.205 Euro/m² zu und Wohn- und Geschäftshäuser auf 1.890 Euro/m². Im Teilmarkt Mikrowohnen verzeichnete der Ausschuss 2019 keinen einzigen Verkaufsfall. Eine mögliche Ursache sieht Stadtplanungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) darin, dass Entwickler diese Wohnform häufig in vorrangig gewerblich genutzten Gebieten etablieren wollen, was die Stadt aber zu verhindern weiß.

Über alle Teilmärkte hinweg sank die Zahl der Verkaufsfälle 2018 von 1.296 auf 1.233. Dabei entfielen 64% auf Wohn- und Teileigentum, 24% auf bebaute Grundstücke und 12% auf unbebaute Grundstücke. Der Flächenumsatz legte gegenüber 2017 um 7% auf insgesamt 60 ha zu. Beim Flächenumsatz beträgt das Verhältnis der unbebauten zu den bebauten Grundstücken etwa 60% zu 40%.

Mehrere Anzeichen für eine positive Marktentwicklung im Gesamtjahr 2019 enthält die Auswertung des Gutachterausschusses für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres. In dieser Zeitspanne zählten die Gutachter 594 Kaufverträge (erstes Halbjahr 2018: 507). Und der Geldumsatz von 248,9 Mio. Euro liegt 43,8 Mio. Euro über dem des Vorjahreszeitraums.

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