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Märkte | 15.08.2019

Aus IZ33/2019, S. 20

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    NRW.Bank
  • Personen:
    Dietrich Suhlrie
  • Immobilienart:
    Wohnen

Es bleibt eng auf dem Wohnungsmarkt

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl
Wenn neue Wohnungen gebaut werden, wie hier in Düsseldorf, dann vor allem im hochpreisigen Segment.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl

Nordrhein-Westfalen. Die Bautätigkeit in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland befindet sich auf dem Höchststand der vergangenen Jahre. Dazu haben, so das Ergebnis des Wohnungsmarktbarometers der NRW.Bank, auch die höheren Förderzahlen beigetragen. Doch an eine Entwarnung ist auf dem Wohnungsmarkt noch lange nicht zu denken.

Wer eine kleinere oder preisgünstige Wohnung in Nordrhein-Westfalen (NRW) sucht, der spürt nichts von einer Erholung des Angebots. Besonders in diesem Segment, so heißt es im jährlich vom landeseigenen Förderinstitut NRW.Bank veröffentlichten Wohnungsmarktbarometer, sei das Angebot gemessen an der Nachfrage nach wie vor gering. Für das Barometer befragt die NRW.Bank landesweit 420 Wohnungsmarktexperten.

Nach deren Einschätzung nimmt die Anspannung auf den Wohnungsmärkten in großen Teilen Nordrhein-Westfalens seit zehn Jahren kontinuierlich zu. Und zwar in allen betrachteten Marktsegmenten. Einer der wichtigsten Faktoren bei der Veränderung der Wohnungsmärkte ist die Zuwanderung. Von ihr sind insbesondere die Ballungsräume und die großen Universitätsstandorte in NRW betroffen. Gerade dort fehlt es an bezahlbarem Wohnraum.

Verschiedene Großstädte in NRW setzen bei der Wohnraumgenehmigung darauf, dass ein bestimmter Anteil der Einheiten zwingend sozial gefördert oder im sogenannten preisgedämpften Segment errichtet wird. Das hat bislang jedoch nicht dazu geführt, dass die Zahl dieser Wohnungen in NRW gestiegen ist. Im Gegenteil, noch immer sinkt die Zahl der geförderten Wohnungen - wenn auch langsamer als in den Jahren zuvor.

Neun von zehn Experten, die die NRW.Bank befragt hat, sagen, dass der Neubau der geförderten Einheiten aktuell noch nicht ausreiche. Als Grund dafür nennen sie mehrheitlich die hohe Auslastung der Bauwirtschaft und die nur schwer zu aktivierenden oder gänzlich fehlenden Wohnbauflächen. Die Anstrengungen der Kommunen und des Landes hätten daran bisher wenig ändern können. "Es zeigt sich, dass der Neubau geförderter Mietwohnungen und der Erhalt preisgünstiger Bestandswohnungen weiterhin sehr wichtig bleiben", fasst Dietrich Suhlrie, Vorstand der NRW.Bank, zusammen.

Eine spürbare Entspannung gab es hingegen bei Eigentumswohnungen und im hochpreisigen Segment im Mietwohnungsbau. Bei Eigenheimen und Teileigentum erwarten die Befragten eine leichte Entspannung. Allerdings ist diese nicht nur den gestiegenen Fertigstellungszahlen geschuldet. Vielmehr weiteten die Nachfrager ihre Suchräume aus, heißt es im Wohnungsmarktbarometer, und sie dehnten diese zunehmend auf die Region aus.

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