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Unternehmen | 15.08.2019

Aus IZ33/2019, S. 13

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

ECE verknüpft Center mit Otto-Onlineshop

Quelle: ECE
Stationär verbindet sich mit digital: ECE-Chef Alexander Otto (l.) und Otto-Chef Alexander Birken.

Quelle: ECE

ECE und sein Schwesterunternehmen Otto verschmelzen ihr Angebot. Seit vergangener Woche können Nutzer von otto.de prüfen, ob ein Produkt in einem ECE-Center oder einem Laden in der Nähe verfügbar ist. Allerdings ist dieser Service zunächst nur für 0,7% des Otto-Sortiments möglich.

Die Verbindung von stationären Geschäften mit dem Onlinehandel und umgekehrt gilt als das Gebot der Stunde für überlebenswillige Handelsunternehmen. ECE, Deutschlands größter Betreiber von Einkaufszentren, und otto.de, der größte deutsche Onlineshop, leisten auf diesem Gebiet nach eigener Ansicht fortan "echte Pionierarbeit" - mit der Implementierung eines stationären Verfügbarkeitschecks für Artikel von otto.de. "Es gibt keine einzige amerikanische oder sonstwelche Plattform, die so etwas im Moment weltweit schafft", behauptete Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, bei der Vorstellung des Projekts "Connected Commerce".

Für 20.000 Artikel von sechs auf otto.de vertretenen Händlern ist seit dem 7. August ersichtlich, in welchem von 90 deutschen ECE-Centern oder in welcher sonstigen Filiale des Händlers dieser erhältlich ist. Die 20.000 Artikel stammen von SportScheck und myToys, die beide zum Otto-Konzern gehören, sowie von Marc O'Polo, Reno, Brax und Ulla Popken und sind mit den Daten von 236 stationären Geschäften verknüpft. Das heißt: Für 236 Geschäfte dieser sechs Unternehmen kann der otto.de-Nutzer feststellen, ob und zu welchem Preis ein Produkt stationär verfügbar ist. Im Falle von MyToys und Reno werden auch Geschäfte außerhalb von ECE-Centern angezeigt.

"Wir wollen das Paradigma der Konkurrenzsituation von Online und Offline vollständig auflösen", sagte Birken. "Wir kennen natürlich auch Plattformen, die sich in den Stationärbereich verlängert haben, aber das ist meistens eine Verlängerung, bei der man Bestände integriert. Quasi eine Verlängerung des Lagerorts. Was wir hier schaffen wollen, ist tatsächlich eine Win-win-Situation, bei der Händler eine wichtige Rolle spielen. Auf der anderen Seite können wir Kunden auf der Onlineseite sehr viel Convenience geben."

Die 20.000 Artikel zum Start des Projekts repräsentieren etwa 0,7% des insgesamt auf otto.de verfügbaren Sortiments von 3 Mio. Artikeln. "Wir gehen davon aus, dass wir diese Zahl zügig in den nächsten zehn Monaten verzehnfachen können", kündigte Marc Opelt an, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Otto.

"Mit dem gemeinsamen Projekt stärken wir den stationären Handel durch zusätzliche Online-Reichweite", sagte ECE-Chef Alexander Otto. Die Zusammenarbeit zwischen ECE und Otto habe in der Zeit vor dem Start der Digital Mall von ECE 2016 begonnen. "Wir haben Herrn Birken zu einem unserer Strategietreffen nach Travemünde eingeladen. Bei einem Spaziergang entlang der Trave haben wir ein erstes Brainstorming gemacht."

Die Digital Mall, die die technische Voraussetzung für die Zusammenarbeit von ECE und Otto darstellt, macht ECE zufolge gute Fortschritte. Derzeit sind 45 Händler mit 750.000 Produkten in 160 Geschäften in elf Einkaufszentren von ECE angeschlossen. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Center auf 35 wachsen. Bei dem Anfang 2016 im Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ) gestarteten Projekt geht es darum, die in den Geschäften eines Einkaufszentrums verfügbaren Produkte auf den Webseiten der Center sichtbar und irgendwann auch reservierbar und lieferbar zu machen. Der Unterschied zwischen Digital Mall und Connected Commerce liegt darin, dass bei der Digital Mall nur Produkte in Läden von ECE-Centern online sichtbar gemacht werden, während bei Connected Commerce auch Läden außerhalb von ECE-Centern angezeigt werden. Im September wird die Digital Mall um einen zusätzlichen Service erweitert. Mitarbeiter von ECE können sich Produkte aus dem AEZ vom Lieferdienst Hermes taggleich nach Hause liefern lassen. Hermes gehört wie ECE und Otto zum Firmenimperium der Familie Otto und wird auch den logistischen Dienst des Projekts Connected Service übernehmen.

Für ihre Kooperation haben ECE und Otto das Joint Venture Stocksquare gegründet. "Stocksquare ist die technische Brücke zwischen den stationären Einzelhändlern und den Online-Marktplätzen", sagte Philipp Sepher, Chief Digital Officer von ECE. Die Gesellschaft wird geführt von Sebastian Baumann (ECE) und Alexander Will (Otto).

Weitere Features für die Verknüpfung von otto.de mit dem stationären Handel sind geplant, u.a. eine Reservierungsfunktion für stationär verfügbare Artikel sowie eine taggleiche Lieferung an eine Wunschadresse in der Umgebung. Dafür bieten die ECE-Center Alexander Otto zufolge eine ideale logistische Voraussetzung. "60% der deutschen Bevölkerung können innerhalb einer halben Stunde ein ECE-Center erreichen. Eine Auslieferung von dort ist also sehr gut möglich."

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