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Märkte | 01.08.2019

Aus IZ31/2019, S. 2

Von René Richter

In diesem Artikel:

Leistung statt Kuschelkurs bringt Erfolg

Unternehmen versuchen Nachwuchskräfte mittels "Wohlfühlatmosphäre" zu binden. Mehr Konzentration aufs Geschäftliche fordert René Richter, Geschäftsführer beim Entwickler und Bauunternehmer Kondor Wessels.

Quelle: Kondor Wessels, Urheber: Roland Horn
René Richter.

Quelle: Kondor Wessels, Urheber: Roland Horn

Der Veränderungsdruck für Unternehmen ist heutzutage größer denn je. Der demografische Wandel krempelt die Arbeitsmärkte regelrecht um und führt im Personalbereich mitunter zu großen Verwerfungen, insbesondere beim Recruiting von Nachwuchskräften. Aus dem Nachfrager- ist längst ein Anbietermarkt geworden: Die Bewerber sind heute die Chefs, meinen zumindest viele. Das spiegelt sich nicht zuletzt in der Auffassung von Unternehmenskultur wider.

Doch die wachsende Bedeutung, die flachen Hierarchien, Obstkörben und Kickern gegeben wird, entfernt sich nach meiner Beobachtung immer stärker von den Grundwerten der Unternehmenskultur. Meine Befürchtung ist, dass im "war for talents" einigen Firmen und manchem umworbenen Mitarbeiter der Blick für die Realität verloren zu gehen droht.

Dass Unternehmen mehr über ihre Kultur nachdenken, ist absolut berechtigt. Dabei geht es um die Frage, inwieweit sie einen Beitrag leisten kann zur Bewältigung aktueller Herausforderungen, wie eben dem demografischen Wandel und der Digitalisierung. Denn gerade in unruhigen Zeiten ist es wichtig, Klarheit zu haben über die Abläufe und Spielregeln innerhalb des Unternehmens. Unternehmenskultur gibt Orientierung, dem Einzelnen ebenso wie der Gemeinschaft. Das ist eine ihrer ganz wesentlichen Funktionen. An dieser Stelle stellt sich die Kernfrage fast von selbst: Woran soll sich die Unternehmenskultur orientieren? Welche Ziele sollen mit ihr erreicht werden? Die meines Erachtens einzig mögliche Antwort darauf ist keineswegs neu. Unternehmenskultur muss an die Ziele des Unternehmens gebunden bleiben - und diese sind immer geschäftlicher Natur. Eine intakte Unternehmenskultur beinhaltet Spaß am Wettbewerb und Spaß am Erreichen des Geschäftsziels. Wer auch künftig erfolgreich sein möchte, sollte nicht zuvorderst auf Obst, sondern in erster Linie auf klare Orientierung und faires Miteinander setzen. Ein "nice to have", wie eine Lounge-Zone, darf nicht mit dem Wesentlichen, der Gewinnorientierung, verwechselt werden. Unternehmenskultur muss davor geschützt werden, verniedlicht zu werden.

Bei Kondor Wessels kennen wir den ROH, Return on Happiness. Der ist an den ROI gebunden. Beide gibt es nur gemeinsam. Unternehmerische Fitness, Fair Play und allgemeine Zufriedenheit sind Merkmale einer Unternehmenskultur, die den eigenen wirtschaftlichen Erfolg im Visier hat und langfristig realisiert.

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