Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 25.07.2019

Aus IZ30/2019, S. 24

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

TLG bringt 72.000 m² Bürofläche auf den Markt

Quelle: TLG Immobilien, Urheber: KPE Projektentwicklung GmbH & Co. KG
Das Geschäftshaus Neo mit 15.000 qm Fläche wird von der TLG errichtet und ist vor Baustart schon zu gut 40% vermietet.

Quelle: TLG Immobilien, Urheber: KPE Projektentwicklung GmbH & Co. KG

Dresden/Berlin. Stolze 35.000 m² Mietfläche in zwei Bauvorhaben schafft TLG Immobilien in der Barockstadt an der Elbe. Weitere 37.000 m² kommen mit dem Wriezener Karree in der deutschen Hauptstadt hinzu. Alle Vorhaben entstehen auf Bestandsgrundstücken.

Glücklich kann sich schätzen, wer in Zeiten explodierender Grundstückspreise Grund und Boden hat. Einer dieser vom Schicksal Begünstigten ist die Treuhandnachfolgegesellschaft TLG Immobilien. Sie hat große Areale "geerbt", sich auf diese Pfründe besonnen und Anfang des Jahres neue Ziele gesetzt. "Das Entwickeln neuer Objekte auf Bestandsgrundstücken zur He-bung von Wertpotenzialen wird künftig ein zentraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung der TLG sein und sich im Wesentlichen auf die Städte Berlin und Dresden konzentrieren", erklärte der für das operative Geschäft zuständige TLG-Vorstand, Jürgen Overath. Und legte vergangene Woche mit 72.000 m² neuer Bürofläche vor.

Noch ganz am Anfang mit der "Wertegenerierung im eigenen Bestand durch gezielte Investitionen und Development-Aktivitäten" ist die TLG in Berlin, wo das Unternehmen 37.000 m² auf den Wriezener Bahnhof stellt. Für das Wriezener Karree, kurz #WRZ, im Stadtteil Friedrichshain liegt jetzt ein Bauvorbescheid vor. Als Generalplaner für das Projekt in unmittelbarer Nähe zum Ostbahnhof wurde das Büro Graft Architekten aus Berlin verpflichtet. Das 14.200 m² große Grundstück gehört zum inzwischen praktisch vollvermieteten Büroteilmarkt Media Spree rund um die Mercedes-Benz-Arena. Derzeit steht auf dem Areal eine 6.800 m² große Halle, die von der TLG bis zum Abriss zwischenvermietet ist.

Neo und Annenhöfe hat die Berliner Gewerbeimmobilien AG ihre beiden jüngsten Kinder in Dresden getauft. Für die geplante Entwicklung des Bürokomplexes Neo in der Großenhainer Straße 5-7 im Stadtteil Neustadt hält die Gesellschaft jetzt die Baugenehmigung in Händen. "Neo", sagt Overath, "steht für Neustadt, Effizienz & Offices in exzellenter Lage." Das jung und modern klingende Ding in der eher hippen Dresdner Neustadt lässt sich das Unternehmen von KPE Projektentwicklung aus Wiesbaden entwickeln. 43% der 15.000 m² Mietfläche auf dem rund 7.200 m² großen Baugrundstück ist auf zehn Jahre an einen internationalen Versandhändler vermietet. Das Gebäude in der Nähe des Bahnhofs Dresden-Neustadt hat das Büro Willen Associates Architekten WAA aus Wiesbaden gezeichnet und wird um 132 Parkplätze ergänzt.

Für die Annenhöfe am Postplatz gegenüber vom barocken Zwinger wurde der Bauantrag eingereicht. Möglich war das erst im zweiten Anlauf. Über neue Häuser im Herzen der barocken Altstadt hat die Gestaltungskommission der Stadt Dresden ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Die ersten Pläne aus dem Büro Knerer und Lang Architekten, Dresden, fielen im Gremium im November 2018 durch. "Danach haben wir ein paar Hausaufgaben aufbekommen", erzählt TLG-Sprecher Christoph Wilhelm. Im Januar 2019 gab es dann grünes Licht. Nach dem aktuellen Planungsstand sollen circa 20.000 m² Büro- und Dienstleistungsfläche auf dem derzeit unbebauten, 7.431 m² großen Filetgrundstück entstehen. Auch in den Annenhöfen sei rund die Hälfte schon vergeben, heißt es im Markt. In der zweigeschossigen Tiefgarage des Objekts sind 264 Stellplätze für Pkw sowie weitere 400 Fahrradstellplätze geplant.

Büros würden in Dresden gebraucht, sagt Maik Müller, bei der TLG für die Vorhaben verantwortlich. "Der Leerstand ist in den vergangenen Jahren gesunken und es ist damit zu rechnen, dass dieser Trend anhält." Das mag Stefan Sachse, Geschäftsführer des Maklerhauses BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) unterschreiben, der 140.000 m² leere Büros hat zählen lassen. Die Leerstandsquote läge bei 6%. Die meisten Bürogebäude seien mehr als zwanzig Jahre alt. Damit sind sie nicht nur unmodern, sondern würden auch den Anforderungen an heutige Brandschutzbestimmungen nicht mehr gerecht. Der Neubau ist darum, sagt der Makler, "eine sehr gute Idee." Doch die von der TLG jetzt angekündigten 35.000 m² neue Bürofläche würden längst nicht ausreichen, auch wenn dieser Wert weit mehr als ein Drittel des jährlichen durchschnittlichen Büroflächenumsatzes von 91.000 m² repräsentiert. "Wir betreuen derzeit einige Großgesuche von 1.500 bis 17.000 m²", sagt Sachse. Es sei schwer, geeignete Flächen zu finden. "Wir müssen auf Projektentwicklungen warten."

Die Spitzenmiete in Dresden liegt laut BNPPRE im Moment bei 14,50 Euro/m². Die TLG bietet Büros im Zwingerforum in direkter Nachbarschaft zu den Annenhöfen für selbstbewusste 15 Euro/m² an.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!