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Märkte | 18.07.2019

Aus IZ29/2019, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Lechzen nach mehr Angebot

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Dagmar Lange
Ausnahmetransaktion: Die Königsbaupassagen wurden für 280 Mio. Euro verkauft.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Dagmar Lange

Stuttgart. Ein hoher Nachfrageüberhang prägt nach wie vor den Immobilieninvestmentmarkt in der Landeshauptstadt. Die Nachfrage internationaler Investoren ist gestiegen.

Rund 850 Mio. Euro wurden auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt im ersten Halbjahr investiert. Insgesamt zählte E&G Real Estate rund 30 Transaktionen, etwa die Hälfte davon im einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Colliers International kommt in seiner Erhebung auf 880 Mio. Euro, BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) errechnete ein Investitionsvolumen von 977 Mio. Euro und damit das beste jemals zur Jahresmitte registrierte Ergebnis. Nur bei Savills sieht man das Ergebnis mit 635 Mio. Euro unter dem des Vorjahreszeitraums. Einig sind sich die großen Makler hingegen, dass das geringe Angebot - besonders in der Innenstadt - ein noch höheres Transaktionsvolumen verhinderte. Frank Leukhardt, Geschäftsführer Colliers International in Stuttgart, stellt aufgrund der Dynamik fest, dass "jedes Objekt mindestens zehnfach überzeichnet ist".

Im ersten Halbjahr prägten großvolumige Abschlüsse den Markt. Laut Matthias Bentz, Stuttgarter Niederlassungsleiter von BNPPRE, entfielen zwei Drittel des Gesamtumsatzes auf die Größenklassen ab 50 Mio. Euro. Dazu kamen zwei große Deals im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Verkauf der Königsbaupassagen (Einzelhandels- und Büroflächen) für 280 Mio. Euro an Antirion bildete die größte Transaktion im ersten Halbjahr. Für mehr als 100 Mio. Euro erwarb Barings Real Estate für einen institutionellen Investor den im Bau befindlichen Bürokomplex Leo Business Campus am Pragsattel von LBBW Immobilien Development. Laut Björn Holzwarth, geschäftsführender Gesellschafter von E&G Real Estate, lag der Fokus der Investoren - unter anderem wegen des Verkaufs der Königsbaupassagen - mit rund 41% auf der Nutzungsart Einzelhandel, gefolgt von Büroimmobilien mit etwa 30% Anteil am Transaktionsvolumen. Für das Gesamtjahr rechnet er mit einem Transaktionsvolumen von rund 1,75 Mrd. Euro.

Bei Büros sieht Frank Leukhardt eine "überaus hohe Nachfrage nationaler wie internationaler Investoren über alle Risikoklassen hinweg". Den Anteil internationaler Akteure am Transaktionsvolumen beziffert er fürs erste Halbjahr auf Käufer- wie auf Verkäuferseite auf 50%. Durch den Nachfrageüberhang "kaufen die Investoren Projekte zu einem immer früheren Zeitpunkt und nehmen auch Lagen außerhalb der City in den Fokus", sagt Frank Urfer, Stuttgarter Niederlassungsleiter von Savills. Georg Charlier, neuer Niederlassungsleiter von JLL Stuttgart, sieht im Mangel ein strukturelles Problem, "das sich über Jahre aufgebaut hat und dessen Lösung sehr langwierig und kostenintensiv ist". Die Stadt müsse ihre "infrastrukturellen Hausaufgaben" machen, um das Umland bis nach Ulm besser einzubinden.

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