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Märkte | 11.07.2019

Aus IZ28/2019, S. 21

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Die Bürovermietung läuft in Frankfurt besser als der Verkauf

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Der Verkauf des Büroturms T8 zählte zu den größten Immobilientransaktionen des ersten Halbjahres 2019.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Frankfurt. Das Transaktionsvolumen am Immobilieninvestmentmarkt der Stadt am Main fiel im ersten Halbjahr 2019 deutlich niedriger aus als in den ersten sechs Monaten 2018. Positiv hat sich dagegen der Bürovermietungsmarkt entwickelt.

Für das Frankfurter Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2019 hat CBRE gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Minus von 21%, JLL sogar einen Rückgang von 30% ermittelt. Von Anfang Januar bis Ende Juni wurden in Frankfurt Immobilieninvestments in Höhe von 3,14 Mrd. Euro (JLL) bzw. 2,78 Mrd. Euro (CBRE) getätigt.

Obgleich dies in jedem Fall ein dickes Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet, liegt Frankfurt damit JLL zufolge immer noch um 15% bzw. 63% über seinem Fünf- und Zehnjahresdurchschnitt. Zudem sei das zweite Quartal 2019 mit knapp 2 Mrd. Euro deutlich stärker ausgefallen als das Vorquartal. So kann Frankfurt z.B. mit dem Verkauf des Bürokomplexes Die Welle für rund 620 Mio. Euro die bundesweit bislang größte Einzeltransaktion in diesem Jahr vorweisen. Die fünf größten Immobilienverkäufe in der Stadt, zu denen auch der Verkauf des Büroturms T8 für rund 280 Mio. Euro zählt, summieren sich laut JLL auf 1,58 Mrd. Euro und machen damit etwa die Hälfte des Gesamtvolumens aus.

Auf die Assetklasse Büro sei im ersten Halbjahr 2019 ein Anteil von 61% entfallen. "Bei Objekten mit Campuscharakter führt die hohe Liquidität zu massiver Überzeichnung der Produkte und damit hohem Wettbewerb auf der Bieter-/Investorenseite", berichtet Matthias Kromer, Senior Team Leader Central Office Investment JLL Germany.

Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2019 einen Flächenumsatz von 282.100 m². Das sind dem Beratungsunternehmen blackolive zufolge 9% mehr als in den ersten sechs Monaten 2018. Auf das zweite Quartal entfielen dabei 153.000 m². BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) und JLL haben für das erste Halbjahr 281.000 m² gezählt und Cushman & Wakefield 260.200 m². Den größten Mietvertragsabschluss lieferte im ersten Halbjahr 2019 laut NAI apollo die DekaBank mit 46.200 m² im Lyoner Quartier im Stadtteil Niederrad. An der Lyoner Straße 13 errichtet der Projektentwickler Lang & Cie. für die Bank ein Bürohaus. Seit 2010 habe es in Frankfurt keine Anmietung dieser Größenordnung mehr gegeben, fand JLL heraus.

Das Lyoner Quartier steuerte im ersten Halbjahr mit insgesamt 63.000 m² fast ein Viertel des Gesamtumsatzes der Stadt bei. Dahinter folgt die Nachbarstadt Eschborn, die die Makler ebenfalls zum Frankfurter Büromarkt zählen. "Die vier größten Anmietungen, die alle jeweils mehr als 10.000 m² umfassten, wurden in Niederrad und Eschborn abgeschlossen", berichtet blackolive-Geschäftsführer Oliver Schön. "Der Trend größerer Anmietungen in peripheren Lagen könnte sich angebots- und strategiebedingt fortsetzen", glaubt Markus Kullmann, Senior Team Leader Office Leasing bei JLL Frankfurt.

Die Bürospitzenmiete in Frankfurt ist nach Angaben mehrerer Maklerhäuser gestiegen. Cushman & Wakefield beziffert diese auf 45 Euro/m², blackolive auf 43,50 Euro/m², NAI apollo und BNPPRE auf 44 Euro/m² und JLL auf 40,50 Euro/m². "Bei der Spitzenmiete schlagen sich Projektanmietungen in Premiumflächen im Bankenviertel nieder", erklärt Konrad Kanzler, Head of Research bei NAI apollo. Uneinig sind sich die Berater bei der Durchschnittsmiete. Während z.B. blackolive einen 4%igen Rückgang auf 19,60 Euro/m² feststellte, errechnete NAI ein knapp 3%iges Plus auf 22 Euro/m².

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