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Märkte | 11.07.2019

Aus IZ28/2019, S. 18

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Über 300.000 m2 Bürofläche wurden in Hamburg vermietet

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers
Unilever wird sein auffälliges Gebäude in der Hafencity verlassen und Platz für Xing machen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers

Hamburg. Mit bis zu 323.000 m2 sehen einige Makler den Büroflächenumsatz auf einem Rekordniveau. Das gilt auch für die Spitzenmiete, die einige bereits bei 30 Euro/m2 ansetzen, während andere skeptisch bleiben. Weniger Hotelprojekte könnte mehr Platz für Büros bedeuten.

Die Hamburger Makler haben für das erste Halbjahr einen Büroflächenumsatz von 306.000 m2 (BNP Paribas Real Estate; BNPPRE) bis 322.900 m2 (Cushman & Wakefield; C&W) addiert - letztere Zahl wird als Halbjahresrekordumsatz geführt. Mit Blick auf den auf 3% gesunkenen Leerstand demonstriert Angermann-Direktor Dennis Riepenhausen allerdings hanseatisches Understatement. "Obwohl das Flächenangebot weiter bedenklich sinkt, kann 2019 von einem Gesamtjahresumsatz von über 500.000 m2 ausgegangen werden." Optimistischer sind die Makler von JLL, die mindestens 550.000 m2 erwarten.

Die zunehmende Flächenknappheit führt zu steigenden Mieten - insbesondere einer höheren Durchschnittsmiete, die bei 15,80 Euro/m2 (Savills) bis 18 Euro/m2 (BNPPRE) gesehen wird. Bei der Spitzenmiete sind sich die Makler nicht ganz einig. Während Heiko Fischer, BNPPRE-Chef in Hamburg, sie bereits bei 30 Euro/m2 verortet und Tobias Scharf, Senior Team Leader Office Leasing JLL Hamburg, diesen Wert für 2020 erwartet, glaubt Ken Hoppe, Leiter Bürovermietung bei C&W Hamburg, nicht an ein so rasantes Wachstum wie in Berlin. "Die absoluten Topmieten werden in der Regel nur von internationalen Nutzern gezahlt. Davon gibt es im Vergleich zu den anderen Bürohochburgen in Hamburg weniger. 30 Euro/m2 gelten in Hamburg immer noch als absolute Schmerzgrenze, die auch in den kommenden Jahren wohl nur in Ausnahmefällen überschritten werden wird."

Entspannung beim Flächenangebot ist durch Neubau nur bedingt zu erwarten. Von den 285.000 m2, die nach Grossmann-&-Berger-Zahlen 2019/2020 fertiggestellt werden, sind bereits 72% vorvermietet. Den Leerstand geben die Makler mit rund 4% an - Tendenz: fallend. In der City ermittelt Savills gar 2,5%. Doch Marc Rohrer, Niederlassungsleiter bei C&W Hamburg, sieht Licht am Horizont. "Nachdem in Hamburg starker Nachholbedarf an Hotels bestand und sich aktuell viele Bauvorhaben dieser Assetklasse gewidmet haben, scheint diese Boomphase erst einmal vorbei zu sein." Mehr Platz für Büroprojekte also.

Zum hohen Umsatz im ersten Halbjahr haben fünf Vermietungen über 10.000 m2 beigetragen. Größter Abschluss ist der Baustart für die 40.000 m2 der Hauptverwaltung der Otto Group an der Werner-Otto-Straße 1-7 in Bramfeld. Das Projekt Otto GOeast schiebt zugleich die Quote der Eigennutzungen auf 18%. Großanmietungen waren der Vertrag von Xing für das Unilever-Haus am Strandkai in der Hafencity (22.000 m2), von Vattenfall Europe im Edge ElbSide (17.500 m2) an den Elbbrücken ebenfalls in der Hafencity oder die zwei Anmietungen im Alten Fernmeldeamt an der Schlüterstraße 51-59 durch die Universität Hamburg (15.000 m2) und das German Institute of Global and Area Studies (10.000 m2).

Im Stadtteilranking liegt die City vor der Hafencity und im Branchenranking die IT-Multimedia-Branche vor der öffentlichen Hand.

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