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Märkte | 11.07.2019

Aus IZ28/2019, S. 18

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Umsatz am Investmentmarkt halbiert sich

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Für gut 100 Mio. Euro wurde das ModeCentrum in Schnelsen verkauft - im ersten Halbjahr der größte Abschluss in Hamburg.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Hamburg. Mit einem Umsatz von etwa 1,1 Mrd. Euro liegt der Hamburger Investmentmarkt nur bei der Hälfte des Vorjahreswerts nach dem ersten Halbjahr. Für das zweite Halbjahr werden größere Abschlüsse erwartet.

Der Umsatz lag nach Zahlen von Grossmann & Berger (G&B) in den ersten sechs Monaten 2019 zwar um 52% unter dem Vorjahreswert, doch Axel Steinbrinker, Geschäftsführer bei G&B, betont: "Dennoch ist die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien in der Hansestadt unverändert hoch. Zahlreiche Transaktionen befinden sich noch in der Pipeline beziehungsweise sind in Vorbereitung." Steinbrinker macht den geringen Überhang an unvollendeten Abschlüssen vom Vorjahr sowie die geringe Zahl an großvolumigen Deals für den Umsatz von nur 1,1 Mrd. Euro verantwortlich.

Auch Sarah Cervinka, Senior Team Leader Office Investment JLL Hamburg, erwartet mehr Schwung im zweiten Halbjahr. "Seit rund vier Wochen sind wieder gute und interessante Objekte im Markt. Das spricht dafür, dass wir Ende des dritten, vierten Quartals einige Abschlüsse mit durchaus beachtlichen Preisen sehen werden." Cervinka hat ohne das Segment Wohnen, das bei JLL seit 2018 in die Statistik des Investmentmarkts einfließt, gut eine Milliarde Euro Umsatz für Hamburg zusammengerechnet.

Bei 1,15 Mrd. Euro sieht Sascha Hanekopf, Head of Hamburg Office bei Savills, den Umsatz - ein Minus von 50% und der stärkste Rückgang im Vergleich der sieben großen Metropolen. Mit 583 Mio. Euro war es das schwächste zweite Quartal seit 2012. "Insbesondere in der Innenstadt ist nahezu kein Produkt mehr verfügbar oder es wird von Langfristinvestoren gehalten." Daher sei es kaum verwunderlich, dass die wenigen großen Deals eher für periphere Lagen Hamburgs abgeschlossen wurden.

Der größte Abschluss war der Verkauf des ModeCentrums Hamburg im Stadtteil Schnelsen durch die Vermögensverwaltung Luserke an GLO Properties für gut 100 Mio. Euro. Kurz vor dem Quartalsende wurde zudem der Verkauf des Airport-Centers an der Langenhorner Chaussee 40-44 gemeldet. 85 Mio. Euro zahlt Investcorp an Ares Management. Eine Immobilie mit viel Stil kaufte Matrix Immobilien mit dem Arne-Jacobsen-Haus in der City Nord. Vattenfall erzielte 60 Mio. Euro und wird in drei Jahren einen Neubau von Edge Technologies an den Elbbrücken beziehen.

Innerstädtisch sorgte die Beteiligungsverwaltungsgesellschaft Gator mit rund 100 Mio. Euro für den größten Umsatz. Von Commerz Real erwarb das Family-Office der Tchibo-Erben - darunter Michaela und Günter Herz - das in die Sackgasse geratene Entwicklungsprojekt auf dem früheren Allianz-Grundstück am Großen Burstah 3.

Bei der Verteilung auf die Assetklassen liegen Büroverkäufe nach G&B mit einem Anteil von 60% vor Gewerbegrundstücken mit 21%. Der Anteil internationaler Käufer (29%) und Verkäufer (18%) ist in Hamburg im Metropolenvergleich traditionell unterdurchschnittlich. Das gilt auch für Portfolioverkäufe mit 9% des Transaktionsvolumens.

Unverändert gegenüber dem Jahresende 2018 ist nach G&B-Zahlen die Spitzenrendite, die für Büros bei 2,8% und für Geschäftshäuser bei 2,7% gesehen wird. JLL sieht die Spitzenrendite im zweiten Quartal unverändert bei 3,05%. "Doch langsam gehen immer mehr Investoren die höheren Preise mit", beobachtet Cervinka. "Darum dürfte die Spitzenrendite bis Jahresende auf jeden Fall unter die 3%-Marke fallen."

Hanekopf hingegen sieht die Renditen an ihrem Limit und erwartet eine weitere Seitwärtsbewegung bei 3% für Büros und 3,1% für Geschäftshäuser. "Jedoch wird die Durchschnittsrendite von aktuell 3,7% wahrscheinlich weiter fallen."

Nach dem schwachen ersten Halbjahr erwarten die Makler für das laufende Jahr ein insgesamt schechteres Ergebnis als im vergangenen Jahr.

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