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Märkte | 11.07.2019

Aus IZ28/2019, S. 4

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Corestate und BNP Reim sind am vielfältigsten

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam
Mit einem Anteil von knapp 37% ist die Assetklasse Büro im betreuten Bestand der Manager am stärksten vertreten.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam

51 Unternehmen hat Bell Management Consultants im diesjährigen Asset-Management-Report versammelt, immerhin fünf mehr als im Vorjahr. Und doch hat sich nicht viel verändert. Da wichtige Marktteilnehmer weiterhin nicht mitmachen, bleibt ECE unter den transparenten Branchenvertretern der Platzhirsch.

ECE meldete an Bell Management einen deutschen Managementbestand von 21,8 Mrd. Euro und liegt damit weiterhin knapp vor Union Investment mit19,6 Mrd. Euro. BNP Paribas Real Estate Investment Management (BNPP Reim) und Corestate sind dieses Jahr laut Studie die vielseitigsten Anbieter, die die meisten Assetklassen abdecken.

Traditionell unterscheidet der Bell-Report zwischen Asset-Managern, die mindestens 40% ihres betreuten Vermögens für Kunden außerhalb des Konzernumfelds managen (Non-captives), und jenen, die mindestens 40% für Auftraggeber aus dem eigenen Verbund betreuen. Für beide gibt es eigene Rankings (siehe Tabelle "ECE und Union Investment sind spitze"). ECE wird dabei als Non-captive, Union Investment als Captive eingeordnet. Diese Systematik führt dazu, dass so manche Firma in beiden Rankings auftaucht; dieses Jahr sind es BNPP Reim und der Neuzugang Corestate. Diese beiden betreuen außerdem mit sieben (BNPP Reim) bzw. sechs (Corestate) die meisten Nutzungsarten; der Branchendurchschnitt liegt bei vier Nutzungsformen je Manager.

Corestate führt die Rankings für Bürogebäude, Wohnimmobilien und Fachmarktzentren an, ECE bleibt führend bei Shoppingcentern, Garbe in der Logistik. Das größte Pflegeheimvermögen hat BNPP Reim im Management, JLL hat die Nase vorne bei den Hotels. Andere große Namen aus der deutschen Immobilienmanagementszene könnten diese Hierarchie möglicherweise umkrempeln, doch da sie dem Report keine Daten liefern, bleiben sie außen vor: Die von Swiss Life Asset Managers übernommene Gesellschaft Corpus Sireo ist schon länger nicht mehr dabei, nun ist auch der deutsche Platzhirsch Patrizia Immobilien der Analyse ferngeblieben. Gleichzeitig werden Patrizia (28% Zustimmung) und Corpus Sireo (20%) zusammen mit Union Investment als größter Konkurrent wahrgenommen.

In der Kundenstruktur hat sich im Jahresvergleich wenig getan. Die wichtigste Zielgruppe für die Leistung eines deutschen Asset-Managers ist und bleibt die der deutschen institutionellen Investoren, gefolgt von deutschen Privatanlegern, internationalen Institutionellen und reichen Ausländern. Über die gesamten 168 Mrd. Euro Immobilienvermögen, das die Umfrageteilnehmer betreuen, entfallen mehr als 60% auf deutsche Institutionelle. Vor die größte Herausforderung in ihrem Geschäft stellt die Manager die Digitalisierung (20% der Befragten), insbesondere im Transaktions- und Vermietungsgeschäft, sowie der Wettbewerb um passende Objekte (15%) und die Rekrutierung von Fachkräften (13%). Die Veränderung des Nutzerverhaltens und die Entwicklung am Immobilienmarkt bereiten keinerlei Kopfschmerzen.

Auch 2019 ist Asset-Management noch kein Massengeschäft, aber die Unternehmen sind etwas breiter aufgestellt als vor einem Jahr. Knapp jede zweite Firma erwirtschaftet ihren Umsatz jetzt mit mehr als zehn Kunden (Vorjahr: 45%), der Rest der Branche bleibt Kleinanbieter: Jeder Fünfte hat nur sieben bis acht Kunden (Vorjahr: 13%), 9% leben von einem bzw. zwei Kunden.

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