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Märkte | 04.07.2019

Aus IZ27/2019, S. 10

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Servparc: Viel Lob und wenig Teilnehmer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Auf der Interaction Stage der Servparc war Mitarbeit statt bloßem Vortragskonsum gefragt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Servparc, das neue Konzept der Frankfurter Messe für Facility-Management und Industrieservices, rechnete sich in diesem Jahr für den Betreiber Mesago noch nicht. Es soll aber für mindestens drei Jahre fortgesetzt werden.

Messebetreiber Mesago hat sich nach dem Abschluss des in diesem Jahr debütierenden Frankfurter Veranstaltungsformats Servparc entschieden, nicht wie bei den Vorgängermessen INservFM und Facility Management die Besucher- und Veranstalterzahlen zu kommunizieren, sondern die Zahl der Teilnehmer, die 2.158 Menschen betrug. Das erschwert zwar den direkten Vergleich zur INservFM 2018, doch die im vergangenen Jahr von Mesago gezählten 3.677 Messebesucher, 463 Kongressteilnehmer und 116 Aussteller machen klar, dass die Servparc bei der Teilnehmerzahl noch viel Luft nach oben hat. Schon die Vorgängerveranstaltungen hatten über mehrere Jahre mit Besucherrückgängen zu kämpfen gehabt.

Das Messe- und Kongressformat soll aber in jedem Fall für mindestens drei Jahre fortgesetzt werden. Die Entscheidung sei mit Blick auf das sehr positive Feedback der Aussteller und Besucher gefallen, erklärt Mesago. Gleichzeitig ist für den Veranstalter aber auch klar, dass die Messe in diesem Jahr noch nicht wirtschaftlich war.

Lob für die offenere und damit der Kommunikation förderliche Gestaltung des zweitägigen Events kam auf Nachfrage der Immobilien Zeitung unter anderem von Arnulf Piepenbrock, geschäftsführender Gesellschafter von Piepenbrock, Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung von Wisag, und Christine Sasse, Vorstand von Dr. Sasse.

Dennoch sieht Sasse im Event noch immer ein "Familientreffen", da sich weiterhin mehr Dienstleister als Kunden auf der Messe tummelten. Den Begriff des Familientreffens verwendete auch Michael Heinrichs, Geschäftsführer des CAFM-Softwareanbieters IMS. "Das ist gewiss nicht verkehrt, wird aber den Standpreisen und dem Aufwand, den die Aussteller mit so einer Veranstaltung haben, nicht gerecht." Die Messegesellschaft habe in diesem Jahr vieles richtig gemacht, aber manches vielleicht zu spät.

Martin Soboll, geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsunternehmens Result Real Estate Management Consultants, fand den Eintrittspreis von knapp 400 Euro für eine Tageskarte trotz einer späteren Rabattaktion zu hoch. Das ginge unter anderem zulasten von Mitarbeitern der öffentlichen Hand, die sich nicht von den Ausstellerunternehmen einladen lassen dürften. Karten für Einladungen konnten die Aussteller im Vorfeld für 79 Euro erwerben.

 Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner sprach in seiner Keynote über Bürokratiehindernisse.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Astrid Grüter, Chief Communication Officer von Engie Deutschland, berichtete von mehreren vielversprechenden Kundengesprächen auf der Messe. Sie bedauerte aber, dass die Rücklaufzahl der von Engie ausgegebenen Messeeinladungen insgesamt überschaubar war. Gut kamen dagegen die neuen Konditionen für einen Messeauftritt bei ihr an. So war Engie in diesem Jahr nicht mehr nur mit einem einzelnen Stand, sondern mit mehreren Anlaufpunkten auf der Messe vertreten. Dennoch ist der Dienstleister mit einem deutlich geringeren Budget ausgekommen als bei der Vorgängerveranstaltung.

Neben der neuen Gestaltung offenbarte der Rundgang über die Messe einige weitere Veränderungen. So wurde z.B. die frühere Proptech-Area durch eine Innovation-Area ersetzt. Auf Wunsch der Besucher und Aussteller wurde diese nicht nur für Start-ups, sondern auch für größere Dienstleister geöffnet, die dort ihre Innovationen vorstellen wollten.

Die Teilnehmerbefragung nach der letzten INservFM war auch für die Schwerpunktsetzung im Konferenzprogramm der Servparc maßgebend. Im Detail führte sie zu einem großen Digitalschwerpunkt. Die Nachhaltigkeit spielte dagegen eine geringere Rolle, da sie zum Zeitpunkt der Befragung nicht unter den ersten fünf genannten Interessen rangierte. Mit Blick auf die derzeitige gesellschaftliche und politische Umweltdebatte geht Mesago aber davon aus, dass sich das bei der Folgeveranstaltung wieder ändern wird. Deren Termin steht bereits fest und fällt auf den 17. und 18. Juni 2020.

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