Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Politik | 04.07.2019

Aus IZ27/2019, S. 8

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    planen-bauen 4.0
  • Organisationen:
    Bundesregierung Deutschland, Bundesministerium des Innern, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Personen:
    Andreas Mattner, Andreas Scheuer, Horst Seehofer, Barbara Ettinger-Brickmann

BIM-Wissen wird gebündelt

Der Bund startet sein BIM-Kompetenzzentrum. Das ließ lange auf sich warten.

Nach etlichem Hin und Her und Reibereien zwischen den Ressorts bringt der Bund sein nationales BIM-Kompetenzzentrum auf die Reihe. Die Ministerien für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie das auch für Bauen zuständige Innenministerium haben den Hut auf. Gemeinsam unterschrieben die beiden CSU-geführten Häuser den Gründungsvertrag. Dies werde für ein "einheitliches und abgestimmtes Vorgehen im Infrastruktur- und Hochbau" sorgen, hieß es in Berlin. Aufbauen wird das BIM-Zentrum die planen-bauen 4.0 GmbH. Sie setzte sich in einer Ausschreibung durch.

Das Zentrum wird nach den Vorstellungen der Bundesregierung als die zentrale öffentliche Anlaufstelle für Informationen rund um die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) fungieren. Damit soll der Digitalisierung am Bau auf die Sprünge geholfen werden. Dazu werden Standards, Wissen und Erfahrungen mit BIM allen zugänglich gemacht.

Den Bund wird das Zentrum bei der Entwicklung einer Normungs- und Open-BIM-Strategie unterstützen sowie die Aktivitäten bündeln. Denn von 2020 an sollen sämtliche Infrastrukturprojekte mit BIM umgesetzt werden. Im Hochbau hatte das Bauministerium bereits 2017 BIM per Erlass für Vorhaben von 5 Mio. Euro an aufwärts zur Pflicht gemacht. Abgeschlossene Projekte soll das neue Zentrum nun auswerten. Außerdem ist ein Portal mit Datenbank und Prüfwerkzeugen geplant.

Die wichtigsten Akteure würden vernetzt und Know-how gebündelt, fasste Bauminister Horst Seehofer (CSU) Sinn und Zweck des Zentrums zusammen. Sein für Verkehr zuständiger Kollege Andreas Scheuer sprach von einem "Meilenstein". Es gebe die Option, neue Technologien wie Robotik, KI und 3D-Druck am Bau zu integrieren.

Die Immobilienwirtschaft hofft, dass die nationale Anlaufstelle zu schnelleren Planungs- und Bauprozessen beiträgt. Digitale Bauakte, höhere Qualität, bessere Koordination aller Beteiligten und schließlich Entlastung der angespannten Märkte, zählt Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses, seine Erwartungen auf. Dieses Potenzial "muss entlang der gesamten Wertschöpfungskette - Planen, Bauen und Betreiben - gehoben werden", sagte er. Ins gleiche Horn bläst die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brickmann.

Die Bauwirtschaft hat errechnet, dass über Digitalisierung ihre Produktivität von derzeit 1% auf etwa 3% steigen könnte. Neben dem jetzt gegründeten nationalen BIM-Zentrum gibt es bereits eines speziell für die Bundesbauverwaltungen.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!