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Märkte | 27.06.2019

Aus IZ26/2019, S. 19

Von Katja Bühren

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Düsseldorf
  • Unternehmen:
    JLL
  • Personen:
    Marcel Abel
  • Immobilienart:
    Wohnen

Mieten steigen schneller

Düsseldorf. Hohe Attraktivität und schwindender Leerstand: Diese Kombination sorgt dafür, dass die Wohnungsmieten in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt immer schneller steigen.

Die Düsseldorfer müssen auch in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Mieten rechnen. Der Grund: Die Attraktivität der Stadt wächst konstant, sodass die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot weiter deutlich übertrifft, hat JLL ermittelt. Und: Je geringer der Leerstand ist, desto deutlicher steigen die Spitzenmieten. "Wir sprechen von einem Hockeyschläger-Effekt, weil sich die Mietpreiskurve bei sinkendem Leerstand immer stärker nach oben biegt", sagt Marcel Abel, geschäftsführender Direktor und Niederlassungsleiter JLL Düsseldorf. Konkret heißt das: Im Juni 2013 betrugen die Angebotsmieten in der Stadt im Mittel 9,30 Euro/m². Bis Ende 2018 sind sie auf einen Quadratmeterpreis von 11,30 Euro gestiegen - ein Plus von knapp 4% p.a. Noch deutlicher haben die angebotenen Kaufpreise zugelegt: von im Mittel 2.580 Euro/m² auf 3.740 Euro/m² - plus 7,71% p.a. In diesem Zeitraum ist die Leerstandsquote auf 1,44% gesunken.

Mit Blick auf die Wohnraumqualität zeigt sich: Die Spitzenmiete (Top 10%) beträgt im Stadtgebiet durchschnittlich 17,50 Euro/m². In einigen Bezirken wie der Innenstadt und Oberkassel erreicht sie mehr als 20 Euro/m². Im einfachen Segment (untere 10%) sind Wohnungen unter 8 Euro/m² fast nur noch in Garath und Hellersdorf zu bekommen. Unter den Düsseldorfern beträgt die Mietbelastung - also der Anteil der Kaltmiete am Nettoeinkommen - bei einer Neuangebotsmiete durchschnittlich knapp 27%, bei Bestandsmieten 17,5%. Bei einem Erstbezug im Neubau liegt dieser Wert aktuell bei gut 32%. Das sei vor allem auf die hochwertigen Neubauprojekte der vergangenen Jahre zurückzuführen, so JLL.

Mit Münchener Verhältnissen sind die Zahlen noch nicht zu vergleichen, heißt es weiter. Dort erreichten die mittleren Angebotsmieten Ende 2018 knapp 20 Euro/m², die angebotenen Kaufpreise 7.560 Euro/m². Nur 0,19% der Wohnungen standen leer. "Düsseldorf wird denselben Weg gehen, wenn nicht mit mehr Fertigstellungen gegengesteuert wird", mahnt Abel. Die Politik habe bereits vor Jahren erkannt, dass sie stärker aktiv werden müsse und u.a. den "Aktionsplan Wohnen" stetig weiterentwickelt. So würden z.B. seit sechs Monaten städtische Grundstücke nur noch im Rahmen des bezahlbaren Wohnens genutzt und preiswerter abgegeben. Bebauungsplanverfahren müssten schneller abgeschlossen sein.

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