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Märkte | 27.06.2019

Aus IZ26/2019, S. 7

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

Potenzial für Zehntausende Studentenwohnungen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christine Rose
Gut 67.000 Studentenwohnungen für Gesamtmieten ab 500 Euro monatlich verträgt das Land noch, errechnete bulwiengesa.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christine Rose

In Münster ist das Geld von Unternehmen, die in Studentenwohnungen investieren wollen, am besten aufgehoben. Die meisten Einheiten für alles in allem 500 Euro und mehr braucht München. Das besagt eine Marktuntersuchung von bulwiengesa und Union Investment.

Die Marktstudie listet die "attraktivsten Investmentstandorte für studentisches Wohnen" auf. Was die Autoren unter attraktiv verstehen, erklärt Felix Embacher, bei bulwiengesa zuständig fürs Thema Studentenwohnungen: "An attraktiven Standorten bekommt ein Investor sein Produkt gut platziert. Die Nachfrage ist noch nicht bedient, der Wettbewerb kein erdrückender. Ein Investor kann also mit einer gesicherten projekt- und stadtspezifischen Rendite rechnen."

Untersucht wurden 61 Städte in Deutschland sowie Amsterdam, Wien, Paris und Dublin. Eingeflossen sind in die Bewertung 18 Indikatoren, darunter die Anzahl bereits bestehender und geplanter Studentenwohnungen, die Anzahl der erwarteten Studentenzahlen und die Abdeckungsquote bei Studentenapartments, die monatlich 500 Euro und mehr mit allem Drum und Dran kosten. Um die nämlich geht es in der Studie.

Wer in Münster baue, treffe "auf vergleichsweise wenig Wettbewerb", heißt es. Hingewiesen wird darauf, dass die Marktmieten gegenüber anderen Städten nur im Mittelfeld liegen, allerdings das Verhältnis aus Gesamtinvestitionskosten zu Marktwerten "relativ gut" sei. Hinter Münster folgen in der Liste Köln, Stuttgart, Karlsruhe und Hannover. Die Topstandorte Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf sind unter den ersten 20 Städten.

Das Potenzial für monatlich ab 500 Euro zu Mietendes beziffert bulwiengesa für die 61 Städte auf etwa 67.500 Einheiten - davon ausgehend, dass 20% aller Studierenden, die das zahlen können, auch tatsächlich ein Einzelapartment haben möchten. "Es gibt Investoren, die viel bullisher sind und mit einem höheren Prozentsatz rechnen. Aber die Mieter der Apartments sind jung und haben relativ wenig Geld", erklärt Embacher. Wohlhabende Ausländer, auf die oft verwiesen werde, fallen ihm zufolge da kaum ins Gewicht.

München führt die Riege mit einem errechneten Potenzial von etwa 8.800 Wohnungen an. Davon sollten aber nur 4.400 Einheiten über der 700-Euro-Schwelle liegen. Hinter München folgen Köln mit einem Potenzial von 6.400 Einheiten zu Gesamtmieten ab 500 Euro sowie Hamburg (gut 4.700) und Berlin (3.200). Für Münster wird ein Bedarf von 2.560 Einheiten genannt. Rot sieht das Beratungsunternehmen dagegen für Dresden, Regensburg, Freiburg und Passau. "Da gibt es ein Überangebot", sagt Embacher.

Die Studie legt Investoren nahe zu berücksichtigen, dass sich Studentenwohnen bislang in einer Boomphase zu einer Assetklasse entwickelte. "Mietpreiserwartungen und Wertsteigerungen werden zukünftig eher knapper zu kalkulieren sein, und die Preisdynamik in der Startphase wird nicht im bisherigen Maße beibehalten werden können", sagt Georg-Christian Rueb, Portfoliomanager Mikroliving bei Union Investment.

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