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Anlagen | 27.06.2019

Aus IZ26/2019, S. 4

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:

Convivo füllt die Pipeline für CareVision IV

Quelle: Convivo
Zwölf Convivo Parks sollen in den neuen Fonds von AviaRent auf jeden Fall eingehen.

Quelle: Convivo

AviaRent steht kurz vor der Auflage des Fonds CareVision IV und kooperiert dabei mit Convivo, einem Entwickler und Betreiber von Konzepten des betreuten Wohnens. Auf solche Modelle ist der komplette Fonds zugeschnitten. Damit setzt AviaRent erstmals in der Fondsreihe nicht mehr zu allererst auf Pflegeheime.

Bei der Auflage des neuen Fonds CareVision IV setzt AviaRent Invest fast ausschließlich auf das Thema Betreutes Wohnen. In den vorangegangenen drei Fonds der Linie lag der Fokus noch auf Pflegeheimen, Wohnformen mit Betreuung wurden lediglich in unterschiedlicher Gewichtung beigemengt. Nun erfolgt die Trendwende. "Wir haben bei den letzten drei Fonds den Anteil von betreutem Wohnen schon sukzessive erhöht. Jetzt konzentrieren wir uns erstmals überwiegend darauf", sagt Yenna Haack, im Vorstand von AviaRent Invest verantwortlich für die Segmente Transaktionen und Investition.

Das hänge mit der Marktsituation wie auch den Nutzeransprüchen zusammen. "Der momentan am Markt verfügbare Bestand an stationären Einrichtungen wird zum einen immer älter und zum andern durch die hohe Investorennachfrage zunehmend teurer. Die Neubauzahlen rein stationärer Einrichtungen sind rückläufig und Konzepte des betreuten Wohnens lassen sich für die Betreiber sehr viel wirtschaftlicher gestalten", erklärt sie. Ambulante Betreuungskonzepte entsprächen zudem eher den Wünschen der Nutzer nach Selbstbestimmung im Alter als klassische Pflegeheime. Und zu guter Letzt seien betreute Wohnformen in der Risikobewertung unproblematischer als Pflegeheime. "Das Betreiberrisiko ist nicht so groß, die Drittverwendung ist einfacher und weil die Projekte rein wohnwirtschaftlich genutzt werden und auch von Banken als Wohnobjekte klassifiziert werden können, ist der Markt für Fremdkapital breiter als bei einem stationären Pflegeheim."

Für den Fonds Care Vision IV, der derzeit aufgelegt wird und ein Zielvolumen von 500 Mio. Euro hat, ist die Pipeline dank der Kooperation von AviaRent mit der Unternehmensgruppe Convivo bereits gut gefüllt. Gesichert sei, dass zwölf Projekte des Entwicklers und Betreibers von betreuten Wohnparks in den Fonds eingehen werden. "Das sind etwa 70% des Gesamtvolumens", berichtet Haack. Was AviaRent von einer Kooperation mit Convivo überzeugt habe, sei der "ganzheitliche Ansatz" der Wohnparks des Unternehmens gewesen. "Da passt das Produkt für Menschen mit Pflegegrad mit der Perspektive, langfristig bleiben zu können, auch wenn sich der gesundheitliche Zustand verschlechtert", meint Haack. Zudem gebe es weitere Vorteile, erklärt sie: "Wir haben eine hohe Planungssicherheit und können etwa durch vereinheitlichte Vertragsmuster Synergieeffekte schaffen."

Baubeginn für die ersten Wohnparks, die in Zusammenarbeit von AviaRent und Convivo entstehen, soll noch in diesem Sommer sein. "Der überwiegende Teil der Standorte befindet sich in den Speckgürteln der Ballungsgebiete", berichtet Haack. Zum Gesamtkonzept gehören Wohngemeinschaften, Tagespflegeplätze, die Möglichkeit für Paare, bei denen nur ein Partner Pflegebedarf hat, in passenden Wohnraum zu ziehen, wie in vielen Fällen auch Kinderbetreuungsplätze und Mitarbeiterwohnungen.

Dass sei im Wettbewerb um Grundstücke und Fachkräfte ein echtes Argument. "Neben der Alterung der Gesellschaft ist für viele Kommunen die Kapazität bei der Kinderbetreuung ein weiteres großes Problem. Bei unseren Quartierskonzepten denken wir auch daran. Dies verschafft uns einen Vorteil. Und es ist auch ein Argument, wenn man Mitarbeiter für die ambulante Betreuung sucht", sagt Andreas Weber, Leiter Unternehmensentwicklung bei Convivo. Die Zielgruppe für die Convivo Parks sei deutlich jünger als im Fall von stationären Pflegeheimen, erklärt er. "Die Hauptsache bei uns ist, dass es einen Pflegegrad gibt. Und dann geht es im Grunde mit dem Renteneintrittsalter los."

Bis zum Jahr 2021 soll das bisher geplante Dutzend in Betrieb genommen werden können. Das Ende der Zusammenarbeit muss dies aber nicht bedeuten. "Abgesehen von den zwölf konkreten Projekten in der Pipeline mit AviaRent haben wir dauerhaft deutschlandweit etwa 120 Grundstücke in der Begutachtung", stellt Weber das Potenzial für weitere Kooperationen heraus. Oft lägen diese im Umfeld der Metropolen. "Aber auch ländlichere Bereiche können aufgrund der demografischen Entwicklung interessant sein, wenn das Einzugsgebiet stimmt." Haack zeigt sich offen. "Aufgrund der hohen Nachfrage unserer Investoren nach dieser Assetklasse gehen wir davon aus, schon zeitnah mit dem Nachfolgerfonds Nummer 5 anschließen zu können."

Im Vergleich zu den früheren Fonds der Linie müssen sich Anleger beim CareVision IV allerdings auf eine geringere Rendite einstellen. "Die Zielrendite unserer Vorgängerfonds lang zwischen 5% und 6%, dies werden wir in der aktuellen Marktlage nicht mehr erreichen", sagt Haack. Dafür tummelten sich inzwischen zu viele Akteure auf dem Markt. "Zudem hatten wir bei den Vorgängern ja viel Bestandsbebauung, diesmal ist es fast ausschließlich Neubau." Geplant sei der CareVision IV deshalb mit einer Zielrendite von 4,75% im Durchschnitt über zehn Jahre.

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