Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Digitales | 13.06.2019

Aus IZ24/2019, S. 13

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Techem checkt Verbrauch per Leitstand

Quelle: Techem GmbH, Urheber: Bernd Roselieb
Michel Häuser, Spezialist für Energiecontrolling bei Techem, überwacht den Energieverbrauch von Gebäuden von einem Leitstand aus.

Quelle: Techem GmbH, Urheber: Bernd Roselieb

Der Messdienstleister Techem hat sein Angebot im Energiemanagement ausgebaut. Er überprüft große technische Anlagen über einen Leitstand und erstellt Benchmarks für Immobilien und Gebäudeportfolios.

Das klassische Ablesen von Heizkostenverteilern ist für Techem kein Wachstumsmarkt mehr. Neben Trinkwasserqualität und Raumklima zählt die Energieeffizienz zu den Themen, mit denen sich der Dienstleister schwerpunktmäßig beschäftigt.

Die Tochtergesellschaft Techem Energy Contracting managt rund 2.700 Wärmeerzeugungsanlagen, die sukzessive auf einen Leitstand am Hauptsitz Eschborn aufgeschaltet werden. Dieser sammelt detaillierte Echtzeitinformationen, die von vielen Datenpunkten, z.B. am Heizkessel, stammen. Das auch mobil aufrufbare System deckt Effizienzverluste auf und hilft dabei, den Wirkungsgrad der Heizanlagen zu erhöhen. Weicht die jeweilige Anlage von Sollwerten ab, schlägt der Leitstand Alarm und kann so z.B. frühzeitig einen Reparatur- oder Wartungsbedarf aufzeigen. Das umfangreiche Monitoring soll in der Zukunft auch Kunden zur Verfügung gestellt werden, die nicht über Contracting-Verträge an Techem gebunden sind.

Mit dem sogenannten Smart Monitor verfügt der Dienstleister zudem seit dem Frühjahr 2019 über ein etwas weniger aufwendiges System, das sich an Betreiber von Heizanlagen in Mehrfamilienhäusern richtet. Es erhebt über Temperatursensoren und Messgeräte an der Heizungsanlage Daten z.B. zur Vorlauf- und Abgastemperatur und leitet diese per Funk an eine Cloud weiter, in der sie der Betreiber dann abrufen kann. Als Funktechnik kommt derzeit noch der Mobilfunkstandard GPRS zum Einsatz, später wird der Betrieb dann auf LTE-NB-IoT umgestellt, das eine bessere Netzverfügbarkeit in Heizungskellern ermöglicht. Der Smart Monitor untersucht die Daten mittels künstlicher Intelligenz ebenfalls auf Fehler und Ineffizienzen und kann Wartungstechniker benachrichtigen. In der Zukunft soll auch eine Optimierung der Anlagen aus der Ferne möglich werden. Das System ist nicht an bestimmte Heizungstypen oder -hersteller gebunden.

Eigentümern oder Managern von Immobilienportfolios bietet Techem zudem Analysedienste an. Auf Basis seines großen Bestands an Heizungsdaten und im Vergleich mit den anderen Immobilien des Portfolios kann der Dienstleister z.B. feststellen, welche Gebäude überdurchschnittlich viel verbrauchen. In der Folge schlägt Techem mit Blick auf die vorhandene Gebäudeausstattung konkrete Gegenmaßnahmen vor und prognostiziert den Zeitrahmen, in dem sich die Investition rechnen wird.

Um das Benchmarking geht es auch bei einer geplanten App, mit der Wohnungsnutzer aktuelle Verbrauchsdaten für jeden einzelnen Raum geliefert bekommen sollen. Neben dem eigenen Verbrauch sehen die Bewohner, wie gut sie in einer anonymisierten Verbrauchsrangliste aller Bewohner dastehen. Beides soll sie dazu motivieren, Heizenergie und Wasser zu sparen. Als technische Ausstattung wird dafür neben Funkheizkostenverteilern und Funkwasserzählern ein Datensammler im Gebäude benötigt. Die Vermieter können laut Techem die entstehenden Kosten auf die Mieter umlegen. Zudem genügen sie damit der ab 2022 gemäß der europäischen Energieeffizienzrichtlinie geltenden Pflicht, den Mietern eine unterjährige Verbrauchsinformation zur Verfügung zu stellen.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!