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Märkte | 06.06.2019

Aus IZ23/2019, S. 20

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

Leverkusen profiliert sich als Büromarkt

Quelle: Ferdinand Heide Architekten BDA
So wird das zukünftige Postgelände in der Leverkusener City aussehen.

Quelle: Ferdinand Heide Architekten BDA

Leverkusen. Zu den ganz Großen in Nordrhein-Westfalen gehört der Leverkusener Büromarkt sicher nicht. Dennoch legen die Umsatzzahlen zu. Der Grund dafür sind neben neuen Entwicklungsflächen auch der geringe Leerstand in Köln.

Mit einem Büroflächenumsatz von rund 32.000 m² spielt die Stadt zwischen Köln und Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen (NRW) bestenfalls in der dritten Liga. Dass die lokale Wirtschaftsförderung WfL, die gerade den Büromarktbericht für das vergangene Jahr vorgelegt hat, trotzdem stolz auf den Flächenumsatz ist, liegt an dessen kontinuierlichem Wachstum.

WfL-Geschäftsführer Frank Obermaier freut sich über die positive Entwicklung: "Das neue Rekordhoch von 32.000 m² umgesetzter Fläche zeigt uns wieder, dass Leverkusen eine echte Alternative zu den benachbarten Metropolen darstellt. Auch im direkten Vergleich kann Leverkusen weiterhin mit günstigen Mieten und spannenden Entwicklungspotenzialen punkten."

Vor allem aus Köln, das mit einem aktuellen Büroflächenleerstand von weniger als 3% für viele Unternehmen auf Standortsuche zunehmend schwieriger wird, konnte Leverkusen im vergangenen Jahr einige Ansiedlungen verbuchen. Die WfL nennt hier die Unternehmen Labova und Taconic Biosciences, die beide aus der Domstadt nach Leverkusen gezogen sind. Insbesondere auf die Firma Taconic ist man stolz - mit rund 90 Mitarbeitern bezog das Biotechnik- und Pharmaunternehmen 3.500 m² im Innovationspark. Aus Leichlingen zog es Bunte & Klein nach Leverkusen: Die Firma, die IT-Lösungen für haustechnische Unternehmen entwickelt, erwarb hier ein 1.755 m² großes Grundstück in der Bahnstadt Opladen.

Es ist nicht nur der vorhandene Platz, der Leverkusen für Umsiedlungswillige attraktiv macht. Das im Vergleich zu Köln oder Düsseldorf geradezu atemberaubend niedrige Büromietniveau spielt ebenfalls eine große Rolle. Liegen die Durchschnittsmieten in Köln mittlerweile bei 13,21 Euro/m² und in Düsseldorf sogar bei 16,20 Euro/m², so gibt es in der Bayer-Stadt entsprechende Büroräume für 8 Euro/m² glatt.

Angesichts solcher Mieten lohnt sich Leverkusen vor allem für Eigennutzer. Ein Entwickler muss sich schon sehr anstrengen, um da seinen Schnitt zu machen, auch wenn in der Leverkusener City, also in Wiesdorf-West, eine Spitzenmiete von 14 Euro/m² erzielt werden kann. Selbst bauen erscheint da rentabler. Fast 65.000 m² Entwicklungsflächen ab 120 Euro/m², voll erschlossen und mit Baurecht versehen, sind ein Pfund, mit dem die Stadt wuchern kann.

KOMMENTAR zu "Leverkusen profiliert sich ..."

Ein Hoch auf die kleinen Standorte! D-Städte wie Leverkusen hatten es stets schwer, Firmen für Neuansiedlungen zu locken. Welcher Buchstabe auf dem Nummernschild der Firmenwagen steht, schien manchem Entscheidungsträger in den Unternehmen ausgesprochen wichtig zu sein. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die A-Standorte sind voll und/oder teuer. Die Wirtschaft boomt noch immer und manches Unternehmen platzt aus allen Nähten. Jetzt ist die Chance der kleinen Städte, mit guter Beratung und kompetentem Auftreten dafür zu sorgen, dass sich die auf Flächensuche befindlichen Chefs wohlfühlen und die Perspektiven des Standorts erkennen können. thk

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