Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Politik | 06.06.2019

Aus IZ23/2019, S. 18

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Bremen
  • Projekte:
    Galopprennbahn Bremen
  • Organisationen:
    Bündnis 90 / Die Grünen, SPD, Die Linke
  • Personen:
    Joachim Lohse
  • Immobilienart:
    Wohnen

Volksentscheid erfolgreich

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Theda Eggers
Die 250.000 Euro teure Werbekampagne des Senats gegen die Intention der Volksentscheidsinitiatoren war erfolglos.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Theda Eggers

Bremen. In einem Volksentscheid votierten die Bremer gegen die Bebauung der früheren Galopprennbahn mit etwa 1.000 Wohnungen.

Mit der Europawahl sowie der Bürgerschaftswahl entschieden die Bremer am vergangenen Sonntag auch über die Bebauung der Galopprennbahn im Bremer Stadtteil Vahr. Seit Freitagvormittag liegt das amtliche Endergebnis des Volksentscheids vor: 55,88% der Wähler stimmten für einen Gesetzentwurf der Bürgerinitiative Rennbahngelände, mit dem die Bebauung des 36 ha großen Areals untersagt würde. Die Wahlbeteiligung lag bei 62%.

Seit 2015 hatten sich SPD, Grüne und Linke für die bauliche Entwicklung der Galopprennbahn eingesetzt und dem auf dem Grundstück liegenden Golf-Club eine Entschädigung von 3,86 Mio. Euro für die vorzeitige Kündigung des noch bis in die 2030er Jahre laufenden Pachtvertrags gezahlt. 1.000 bis 1.200 Wohnungen waren hier geplant; eine Hälfte des Areals sollte als Grünfläche entwickelt werden.

Bausenator Joachim Lohse (Grüne) akzeptierte in einer Presseerklärung den Ausgang des Volksentscheids, "auch wenn wir die Fläche als gut erschlossenes Areal für günstigen Wohnraum dringend benötigt hätten". Die Entwicklung der Galopprennbahn zu einem Zukunftsquartier "wäre eine große Chance für die Stadt gewesen".

Die 2016 gegründete Bürgerinitiative (BI) hatte sich mit dem Motto Grün statt Beton gegen eine Bebauung auf der Fläche im Bremer Osten ausgesprochen. Sie soll nach den BI-Erklärungen vollständig als Ausgleichsfläche für die geplante Bebauung in den Stadtteilen Vahr und Sebaldsbrück dienen.

Die Bürgerinitiative resümierte, dass auch die 250.000 Euro teure Werbekampagne des rot-grünen Senats kurz vor dem Volksentscheid für Stimmen gegen die bauliche Entwicklung gesorgt hätten. Eine Klage der Freien Wähler gegen die steuerfinanzierte Kampagne beim Oberverwaltungsgericht blieb jedoch erfolglos. Nun soll das Areal für Nutzungen in den Bereichen Erholung, Freizeit, Sport und Kultur umgestaltet werden.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!